Madrid - Im Jahr 1995 erreichte Arantxa Sánchez Vicario die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste. Von den großen Leiden hinter ihrer Bilderbuch-Karriere wusste kaum jemand. Nun ging sie mit einer erschütternden Autobiografie an die Öffentlichkeit.
Die Sánchez Vicarios galten jahrelang auch außerhalb Spaniens als Tennis-Vorzeigefamilie, doch dieses Bild hat einen tiefen Riss bekommen: Arantxa, Bezwingerin von Steffi Graf bei den French Open, wirft ihren Eltern in einer explosiven Autobiografie vor, sie bevormundet, ausgebeutet und um ihr Vermögen gebracht zu haben. Von den 45 Millionen Euro an Preisgeldern und Werbeeinnahmen sei ihr «nichts geblieben». «Der Mythos der geeinten und glücklichen Familie war eben bloß das: Ein Mythos», schreibt die 40-Jährige in dem Buch. Titel: «Vamos! Erinnerungen eines Lebens, eines Kampfes und einer Frau».