Termin-Gerangel

Reiterverband möchte Basel aus dem Wege gehen und sein Turnier vorverlegen


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Münster - Kaum ist der K+K-Cup 2012 beendet, da richtet sich der Blick bereits auf die Veranstaltung des Jahres 2013. Und hier ganz besonders auf die Frage, an welchen Tagen das traditionelle Reit- und Springturnier dann stattfinden wird. Terminiert ist es derzeit für den Zeitraum 9. bis 13. Januar. Das Problem dabei: Bleibt es bei diesem Termin, dann würde in Münster erneut parallel mit Basel geritten.

Und das möchte Bernd Schulze Brüning nach Möglichkeit verhindern. Die Befürchtung des Vorsitzenden des veranstaltenden Reiterverbandes: „In diesem Fall müssen wir damit rechnen, dass die besten deutschen Springreiter erneut nicht nach Münster kommen. Und die Frage ist doch, ob sich so etwas auf Dauer nicht auf die Zuschauerzahl auswirkt.“


Der Grund für Schulze Brünings Skepsis liegt auf der Hand. Immerhin wird in Basel mehr Geld als bei jedem anderen Hallenturnier weltweit ausgeschüttet. Mehr als zwei Millionen Euro befinden sich insgesamt im Preistopf, allein im Großen Preis gibt es für Sieger und Platzierte 500 000 Euro zu gewinnen. Zum Vergleich: Beim K+K-Cup 2012 belief sich die Gesamt-Gewinnsumme auf 136 500 Euro, der Große Preis war mit 40 000 Euro dotiert. Selbst wenn man diese Gewinnsummen noch einmal leicht anheben würde, blieben sie im Vergleich zu Basel nur ein „Trinkgeld“.


Wenn in Münster geritten wird, dann ist die Halle bis aus den letzten Platz gefüllt. Damit sich das nicht ändert, möchte der Reiterverband in Zukunft dem Turnier in Basel aus dem Wege gehen.Foto:
Wenn in Münster geritten wird, dann ist die Halle bis aus den letzten Platz gefüllt. Damit sich das nicht ändert, möchte der Reiterverband in Zukunft dem Turnier in Basel aus dem Wege gehen.Foto:
(Jürgen Peperhowe)


Bernd Schulze Brüning möchte das Turnier deshalb liebend gerne eine Woche eher (2. bis 6. Januar) durchführen. Dabei spielen auch die guten Erfahrungen eine Rolle, die man im vergangenen Jahr mit dem frühen Termin gemacht hat. Da nämlich war die Veranstaltung besser besetzt als jemals zuvor. Nicht nur, dass die erste nationale Garde fast komplett vertreten war, auch viele ausländische Spitzenreiter nutzten damals die Gelegenheit, sich in der Halle Münsterland für die folgenden Aufgaben des Jahres einzustimmen.

Bei der Halle Münsterland hat man auf der einen Seite zwar durchaus Verständnis für den Wunsch des Reiterverbands, eine realistische Chance, ihn zu erfüllen, sieht Tobias Hertel aktuell aber nicht. „Die Eisrevue Holiday on Ice ist zum Jahreswechsel 2012/2013 für den Zeitraum 28. Dezember bis 5. Januar gebucht. Ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, dass sich daran noch etwas ändern lässt“, so der Hallen-Pressesprecher. Und ergänzt: „Neben dem Wochenende 9. bis 13. Januar können wir dem Reiterverband optional auch die Termine 16. bis 20. sowie 23. bis 27. Januar anbieten.“ Das freilich hilft aus Sicht von Schulze Brüning auch nicht wirklich weiter: „Dann ständen wir in Konkurrenz mit Leipzig bzw. Zürich. Das ist genauso unglücklich.“

Und auch die Aussicht, dass sich in den Jahren 2016 und 2017 die Terminfrage von alleine löst (Hertel: „Dann ist Holiday on Ice so früh in Münster, dass die Halle auch am ersten Januar-Wochenende frei für den Reitsport wäre.“) ist aus Sicht des Reiterverbands-Vorsitzenden nicht die Lösung des Problems: „Wir brauchen den früheren Termin sofort. Nicht erst in ein paar Jahren.“

VON UWE PEPPENHORST, MÜNSTER


17 · 01 · 12



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