Oliver Schulze Brüning im Interview

„Müssen das Turnier nicht neu erfinden“


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Münster - Für Bernd Schulze Brüning war der K+K-Cup 2012 das Abschiedsturnier. Im Herbst räumt der 68-Jährige seinen Posten als Vorsitzender des Reiterverbandes. Nach 31 Jahren tritt er dann gleichzeitig als Chef der Traditions-Veranstaltung in der Halle Münsterland zurück. Was am Wochenende mehr als einmal zur Frage führte, wer seine Nachfolge antritt. Auch im Vorstand des Reiterverbands hat man sich diese Frage in den zuück liegenden Wochen gestellt. Und ist dabei auf Oliver Schulze Brüning gestoßen. Mit dem 39-Jährigen sprach unser Redaktionsmitglied Uwe Peppenhorst.

Oliver Schulze Brüning, sind Sie der designierte Nachfolger Ihres Vaters?


Schulze Brüning: Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viele Gespräche geführt. Dabei wurde diese Lösung angedacht. Sicher ist aber noch gar nichts. Schließlich muss ich erst einmal gewählt werden.


Wenn der Senior bald ins zweite Glied zurücktritt, soll der Junior die Verantwortung übernehmen: Bernd Schulze Brüning und sein Sohn Oliver.Foto:
Wenn der Senior bald ins zweite Glied zurücktritt, soll der Junior die Verantwortung übernehmen: Bernd Schulze Brüning und sein Sohn Oliver.Foto:
(Jürgen Peperhowe)


Wenn Sie gewählt werden, dann treten in große Schuhe . . .

Schulze Brüning: Das ist mir bewusst. Mein Vater hat jedoch vorgesorgt und in den letzten Jahren ein junges und dynamisches Vorstands-Team zusammengestellt. Ich hoffe, dass ich gemeinsam mit ihm den hohen Erwartungen gerecht werden kann. Leicht wird das sicherlich nicht. Aber mein Vater hat ja angekündigt, dass er sich zwar aus der ersten Reihe zurückziehen möchte, dem neuen Vorstand aber mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Und weil ich ihn kenne, weiß ich, dass das keine leeren Worte sind.

Sie gelten als jemand, der das Turnier seit vielen Jahren genau kennt.

Schulze Brüning: Das ist so. Schon als 12-Jähriger habe ich in der Halle Münsterland meine ersten A-Prüfungen geritten. Übrigens noch vor der Schule. Einmal habe ich auch eine Mannschaft beim Standarten-Wettkampf vorgestellt und schließlich war ich 1999 Vierter im Großen Preis.

Das Turnier hat bei Reitern und Zuschauern einen enormen Stellenwert. Ihn gilt es zu bewahren.

Schulze Brüning: Genau das muss unser Ziel sein. Wir müssen das Turnier nicht neu erfinden, höchstens hier und da leicht an einigen Stellschrauben drehen. Aber das hat mein Vater ja auch jedes Jahr gemacht.

Es bleibt also bei einem Mix aus hochklassiger ländlicher Reiterei und Spitzensport?

Schulze Brüning: Das ist unser erklärtes Ziel. Alles andere wäre ja auch Quatsch. Schließlich sind wir damit viele Jahre gut gefahren.

VON UWE PEPPENHORST


15 · 01 · 12



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