Weniger ist manchmal mehr

Nach oben und unten geht für die Westbeverner Fußballer, im Bild Christoph Albers, in der Rückrunde nicht mehr viel.Foto:
Nach oben und unten geht für die Westbeverner Fußballer, im Bild Christoph Albers, in der Rückrunde nicht mehr viel.Foto:
(Tillmann)


Westbevern - Schneefall, Frost, unbespielbare Plätze - das haben die Ems-Fußballer alles schon vorher gewusst. „In weiser Voraussicht hatten wir deshalb bereits im Oktober festgelegt, dass wir erst später wieder mit dem Training anfangen“, sagt Gerd Busch und schmunzelt dabei. In der kommenden Woche steigt Westbevern in die Vorbereitung auf die Rückrunde ein. Den wahren Grund für die verlängerte Winterpause nennt der Trainer des A-Ligisten auch: „Die spielfreie Zeit im Sommer war mit dreieinhalb Wochen recht kurz. Da tut uns eine etwas längere Pause jetzt ganz gut.“

Obwohl die Emser damit später dran sind als die meisten anderen Clubs, ist der Coach dennoch davon überzeugt, dass seine Mannschaft optimal vorbereitet in die Rückrunde gehen wird. „Vier Wochen reichen meiner Meinung nach völlig aus, zumal vorher erfahrungsgemäß ohnehin viel ins Wasser fällt - beziehungsweise in den Schnee“, witzelt er. „Weniger ist manchmal mehr.“


Nichtsdestotrotz kann sich niemand über mangelnde Bewegung beschweren. Am kommenden Dienstag ist das erste Training, und am Donnerstag und Freitag bittet Busch gleich schon wieder zu Übungseinheiten. „Wir fangen hart an, damit alle Spieler wieder in den Rhythmus finden. Danach werden wir wieder etwas ruhiger.“ Mindestens drei Vorbereitungsspiele will der Trainer zudem bestreiten. Am 6. Februar (Anstoß: 14 Uhr) fährt das Team zum B-Ligisten SG Sendenhorst 3, gegen den die Emser schon im Sommer getestet haben. „Damals war das kein so starker Gegner. Deshalb haben wir hoch gewonnen. Aber mittlerweile sind die Sendenhorster Dritter ihrer Liga“, erwartet Busch eine muntere Partie.

Weiter geht es eine Woche später am 13. Februar gegen Schwarz-Weiß Havixbeck. Wiederum soll der Anstoß um 14 Uhr erfolgen. Allerdings steht noch nicht fest, ob das Spiel in Westbevern oder Havixbeck ausgetragen wird. „Mein Kollege Oswald Semlits hat mir verraten, dass man in Havixbeck fast immer auf Rasen spielen kann. Wenn das so sein sollte, spielen wir natürlich gerne in Havixbeck“, so Busch. Das erste Testspiel der Emser sollte eigentlich am 3. Februar bei Wacker Mecklenbeck auf Kunstrasen stattfinden. Da die Mecklenbecker aber den Termin nicht fest zusagen konnten, weil der FC, der ebenfalls auf dem Wacker-Gelände trainiert, Vorrecht hat, sucht sich Gerd Busch lieber einen anderen Gegner. Zurzeit hat er Kontakt zu zwei, drei in Frage kommenden Vereinen.

Auf Neuverpflichtungen wie andere Vereine in der A-Liga muss der Coach verzichten. Dafür hat er aber auch keine Abgänge zu verzeichnen. Zudem ist Michael Haberecht nach langer Verletzungspause wieder fit. Er hat bereits in der Halle sehr stark und beschwerdefrei gespielt. Etwas anders ist die Situation bei Thomas Bergmann, dessen Adduktorenverletzung ihm immer noch zu schaffen macht. „Ich erwarte nicht, dass er zum Rückrundenstart bereits voll belastbar ist“, bedauert der Trainer. Ansonsten hat er aber keinen Grund zu klagen. 18 Spieler stehen ihm zur Verfügung. „Und alle sind heiß. Das ist eine angenehme Sache für mich“, freut er sich.

Allerdings kann sich der Trainer ein besseres Auftaktprogramm vorstellen. Am 21. Februar muss er mit seinem Team bei Greven 09 ran, anschließend ist Sendenhorsts Reserve der nächste Gegner. „Greven ist nicht so schlecht, wie es laut Tabelle aussieht. Zudem sind sie nach einer schwachen Hinrunde sicher sehr motiviert“, befürchtet er. Gegner wie Spitzenreiter Altenberge oder auch Ostbevern wären Busch lieber gewesen. Sein Saisonziel ist ein sechster bis achter Platz. „Natürlich könnte ich mir noch Besseres vorstellen, aber das ist realistisch“, meint er.

VON HENNING TILLMANN, TELGTE

20 · 01 · 10



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