RW Ahlen testet am Sonntag trotz Frost

Frost macht Frust


Draußen zu trainieren macht den Fußballern von RW Ahlen angesichts arktischer Temperaturen derzeit nur bedingt Spaß. Foto:
Draußen zu trainieren macht den Fußballern von RW Ahlen angesichts arktischer Temperaturen derzeit nur bedingt Spaß. Foto:
(Marc Kreisel)


Ahlen - Nicht mal den Hund schickt man bei dieser Kälte vor die Tür, Joachim Krug muss als Väterchen Frost dennoch die Seinen auf den Trainingsplatz bitten. Schließlich will Rot-Weiß Ahlen für den Rückrundenstart am Samstag, 18. Februar, bei den Sportfreunden Siegen gerüstet sein. Bei den gegenwärtigen Außentemperaturen von teilweise weit unter null Grad Celsius wünscht man seinen im Freien übenden Fußballern ein loderndes Feuer am Mittelkreis, damit sie nicht binnen kürzester Zeit zu Schneemännern verkommen.

„Bei diesen Temperaturen wird es schon kritisch, da muss man auch auf die Gesundheit der Spieler achten“, weiß Joachim Krug. Der Frost sorgt mitunter für Frust. Deshalb verlegte er die Einheit von Donnerstag auf Einladung von Inhaber Thorsten Lenz in die warme, muckelige Soccer-Halle in Bergkamen-Rünthe. Dort ließ es sich unter deutlich angenehmeren Bedingungen schwitzen. „Es ist schön zu sehen, dass wir trotz allem immer noch ein paar Freunde und Gönner haben“, frohlockte Joachim Krug. Die positive Entwicklung der vergangenen Wochen müsse sich nun fortsetzen. „Wenn alle gesund sind, haben wir einen guten, ausgeglichenen Kader“, registriert Krug zufrieden.


So könnte es dazu kommen, dass er in der zweiten Saisonhälfte sogar einige Spieler an die zweite Mannschaft abgeben muss. Krug nennt das „positiven Druck“ für seine Akteure. Auch die A-Junioren könnten sich dank des nun aufgefüllten Kaders erst einmal der Mission Klassenerhalt in der Bundesliga widmen. Der RW-Trainer sieht sein Team ohnehin stark genug aufgestellt, um in der Rückserie noch ein paar Plätze gutzumachen. „Für die Zuschauer soll es sich wieder lohnen ins Stadion zu kommen. Die Leute wollen Siege sehen und die wollen wir ihnen bieten“, unterstreicht Joachim Krug. Wobei er durchaus relativiert: „Gerade das Auftaktprogramm ist schwierig. Kann sein, dass wir Lehrgeld zahlen müssen.“

Und dennoch: Die Aufbruchsstimmung ist unverkennbar. Rot-Weiß ist gewillt, den desaströsen Eindruck der Hinrunde zu verwässern und sich mit einer ordentlichen Rückrunde bei Fans und Sponsoren für die neue Saison in der Oberliga zu empfehlen. Zwecks weiterer Überprüfung der momentanen Form gastiert Rot-Weiß am morgigen Sonntag zu einem Freundschaftsspiel um 14 Uhr bei TuS Hiltrup - sollten die Witterungsbedingungen dies überhaupt zulassen. In die Soccer-Halle verlegen können die Ahlener den Test im Gegensatz zum eigenen Training diesmal nämlich nicht.

VON CEDRIC GEBHARDT, AHLEN


03 · 02 · 12





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