Kreisstrukturreform

Mit Münster? Nein, danke!


Peter Wolf, Vizepräsident der FLVW-Task-Force, informierte über die geplante Einteilung der neuen Fußballkreise. Fotos (2):
Peter Wolf, Vizepräsident der FLVW-Task-Force, informierte über die geplante Einteilung der neuen Fußballkreise. Fotos (2):
(Marc Kreisel)


Ahlen/Neubeckum - Wie geht es weiter mit dem Fußballkreis 4 Beckum? Diese Frage stellen sich die heimischen Vereine nun schon länger. Doch auch bei einem außerordentlichen Kreistag am Freitagabend in Neubeckum konnte darauf noch keine konkrete Antwort gegeben werden. Fest steht: Den bisherigen Zuschnitt wird es nach aktuellem Stand ab spätestens 2016 nicht mehr geben. Denn dann soll die Kreisstrukturreform abgeschlossen sein. Der Fußballkreis Beckum wird dann entweder mit dem Kreis Warendorf zusammengeschlossen oder zu einem Großkreis mit allen Vereinen aus dem derzeitigen Kreis Münster/Warendorf. Letzteres wollen der Vorsitzende des Kreises Beckum, Manfred Mielczarek, der Kreisvorstand und die heimischen Vereine auf jeden Fall verhindern.

Einstimmig votierten die Club-Vertreter für die vom Kreisvorstand vorgelegte Resolution, die sich gegen den Großkreis ausspricht und für einen künftigen Fußballkreis Warendorf, der sich am politischen Zuschnitt orientiert. Zudem wird darin verlangt, dass der Kreis Beckum bestehen bleiben soll, sofern der Kreis Münster/Warendorf nicht getrennt wird. Genau dafür hatten sich kürzlich nämlich dessen Mitgliedsvereine mit großer Mehrheit ausgesprochen.


Dass in der Resolution des Kreises Beckum von einem Beschluss des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) die Rede ist, nach dem der Großkreis tatsächlich kommen soll, überraschte die eingeladenen Gäste der FLVW-Task-Force nach eigenem Bekunden. „Die Fusion der Kreise Beckum, Warendorf und Münster zu einem Großkreis war bisher kein Thema beim Verbandstag. Diese ist nur als eine Möglichkeit anzusehen, aber es muss nicht zwangsläufig dazu kommen“, betonte der Vizepräsident der Task-Force, Peter Wolf. Er und sein Kollege Josef Finkeldei versicherten: „Wir wollen uns die Meinungen der Vereine und Kreise anhören, um Vorschläge für die Einteilung der neuen Kreise an den außerordentlichen Verbandstag am 23. Mai weiterzugeben.“ Zerstreuen konnten sie die Sorgen der heimischen Clubs damit allerdings nicht.

Die endgültige Beschluss über den Zuschnitt der neuen Kreise fällt erst Anfang kommenden Jahres die Ständige Konferenz als höchstes Gremium des FLVW. Hier entscheiden dann die Kreisvorsitzenden und das Präsidium mehrheitlich. Eines steht für Manfred Mielczarek außer Zweigel: „Wir lassen und garantiert nicht einfach plattmachen!“



23 · 01 · 12



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