Ahlen - Man hätte es ahnen können. „Über dem Ahlener Osten scheint doch immer die Sonne“, sagte auch Hermann Huerkamp, Leiter des Stadtteilbüros und Mitorganisator des 8. Stadtteil- und Haldenlaufs. Und so verzogen sich auch pünktlich zum Laufereignis am Sonntagmorgen die Wolken und die Sonnenstrahlen erwärmten die Luft. Während sich die Zuschauer darüber freuten, sank bei vielen Läufern der Mut: Hatten sie doch die elf Kilometer, die schwere Osthalde und die damit verbundenen 80 Höhenmeter vor der Brust. Und so entschieden sich einige, spontan abzukürzen. Gut, dass die Organisatoren des Laufs inzwischen auch die sieben Kilometer ohne den Osthalden-Anstieg anbieten. So war der spontane Verzicht kein Grund zur Disqualifikation.
Anders als die vielen Spontan-Ummelder unterschätzte der spätere Zweitplatzierte Robert Welp die Osthalde zunächst. Zwar konnte er dort den bereits mehrfachen Sieger Philipp Kaldewei hinter sich lassen. Doch der Anstieg kostete ihn so viele Körner, dass Kaldewei den enteilten Läufer vom SV Teuto Riesenbeck wieder einsammeln und ihm auf den letzten Kilometern fast eine ganze Minute abnehmen konnte. Besser eingeteilt hatte sich das Rennen Dennis Jörke, der als schnellster Ahlener die Osthalde bezwang und sich auch auf den darauf folgenden etwa acht Kilometern nicht von einem anderen Lokalmatadoren einholen ließ. Nach 45:05 Minuten bedeutete dies Rang sechs in der Gesamtwertung.