Linksaußen erahnt den ASG-Sieg

Wiegers hat´s gewusst


Thorsten Szymanski (links) war ebenso wie die übrigen Routiniers gegen Varel in guter Verfassung.Foto:
Thorsten Szymanski (links) war ebenso wie die übrigen Routiniers gegen Varel in guter Verfassung.Foto:
(René Penno)


Ahlen - Kevin Wiegers hatte es schon vorher gewusst: „Jungs, heute gewinnen wir“, prophezeite der wieder in die Mannschaft zurückgekehrte Linksaußen. Es war nur ein Gefühl, aber es trog nicht. Wiegers selbst hatte zwar spielerisch keinen Anteil am Sieg, dafür aber mental. Das zählte mindestens genauso viel. Der unerwartete Sieg gegen die HSG Varel-Friesland war jedenfalls Balsam auf die geschundene Handballer-Seele.

„Endlich haben die Jungs mal taktisch gehalten, was wir besprochen hatten“, war Trainer Sascha Bertow zufrieden mit seiner Truppe. Diese spielte von der ersten Minute an diszipliniert, blieb im Angriff ruhig und wartete geduldig auf ihre Chancen. Die boten sich, auch weil die Gäste nicht immer richtig zupackten.


Der ASG war´s egal: „Wir sind dahin gegangen, wo es weh tut“, stimmte für Bertow auch die kämpferische Einstellung über die gesamten 60 Minuten. Zweifel am Erfolg gab es bei den Ahlener Handballern auch trotz der langen Durststrecke nicht. Die positive Stimmung aus dem Training unter der Woche nahmen sie mit ins Spiel. So einfach geht das. „An einem guten Tag können wir mit jedem mithalten“, fand Co-Trainer Thorsten Szymanski, als wäre der Sieg gegen die Friesen ein Beweis dafür.

Er selbst war einer der stärksten Akteure am Samstagabend und steuerte sieben Treffer zum Erfolg bei. Und überhaupt waren es die Routiniers wie Mattes Rogowski und Christoph Wischniewski, die sich diesmal keine Blöße gaben und ihre Mannschaft zum Sieg führten.

Logisch, dass sie sich anschließend ein Bierchen gönnten. Sie hatten es sich verdient. „Die Jungs wollten ein Zeichen setzen. Das haben sie gemacht“, so Bertow. In Euphorie aber verfällt er nicht. Der Sieg war nur ein kleiner Schritt. „Es hat aber sehr viel Spaß gemacht“, zeigte der Trainer doch ein paar Emotionen. Um gleich wieder darauf hinzuweisen, dass ja noch nichts erreicht ist.

Wenigstens mussten die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Federn lassen, und die ASG konnte ihren Abstand nach oben verkürzen. Wenn das nicht für die nächsten Spiele motiviert. „Wir werden jetzt weiterarbeiten“, wiederholte sich Sascha Bertow wie schon in den vergangenen Wochen. An der Ausgangslage hat sich ja auch nichts geändert. Von Spiel zu Spiel will er denken und seine Mannschaft auf den jeweiligen Gegner einstellen. Gegen Varel hatte das glänzend funktioniert. „Auf dem Feld und auf der Bank haben wir geackert“, machte Bertow deutlich, dass die Moral der Truppe intakt ist.

Dazu hat auch Kevin Wiegers als Wahrsager seinen Beitrag geleistet. Auch beim nächsten Mal will er wieder 100 Prozent geben - ob von der Bank oder auf dem Feld - Hauptsache, es kommt was dabei rum.



06 · 02 · 12





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