3. Handball-Liga: Ahlener SG schlägt HSG Varel-Friesland

Eindrucksvolles Lebenszeichen


Komm in meine Arme: Christoph Wischniewski (links) und Lars Köhler freuen sich wie Bolle über den unerwarteten Heimsieg der ASG.Foto:
Komm in meine Arme: Christoph Wischniewski (links) und Lars Köhler freuen sich wie Bolle über den unerwarteten Heimsieg der ASG.Foto:
(René Penno)


Ahlen - Die Ahlener SG sendet Lebenszeichen im Abstiegskampf: Mit 31:28 (12:12) besiegte die Mannschaft von Spielertrainer Sascha Bertow die HSG Varel-Friesland. Während die Gäste längst nicht das boten, was sie eigentlich können, zeigte die ASG über die gesamten 60 Minuten eine kämpferisch starke Leistung und fuhr trotz zwischenzeitlicher Schwächephasen ihren zweiten Sieg in dieser Saison ein.

Couragiert, ruhig und mit Positionswechseln fanden die Ahlener von der ersten Minute an ins Spiel. Vor allem die Lösung, Christoph Wischniewski auf die zuletzt schwache Position auf Halbrechts zu stellen, entpuppte sich als Glücksgriff. „Wischi“ sorgte im Alleingang mit seinen drei Treffern aus dem Rückraum für die 3:1-Führung und damit auch für das notwendige Selbstvertrauen. Bis auf 10:6 (17.) bauten die Gastgeber ihren Vorsprung auf die Friesländer aus. Die reagierten prompt, nahmen sich eine Auszeit, und kamen mit neuem Mut zurück. Und wie: Nach dem 11:7 (20.) durch Maximilian Doller trafen die ASGer neun Minuten lang gar nicht, dafür kam die HSG Tor um Tor heran und ging kurz vor der Pause erstmals in Führung (11:12). Christoph Wischniewski schließlich traf zur Halbzeit noch zum 12:12. Die ASG blieb im Spiel.


„Wir waren heute wieder mal zwischen Gut und Böse“, meinte Sascha Bertow. Wobei die starken Phasen diesmal eindeutig überwogen und auch die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte letztlich vergessen ließen. Denn seine Mannschaft blieb weiter dran, obwohl die Gäste immer wieder in Führung gingen. Mit einem glänzend aufgelegten Hen­drik Peters im Tor, einer stabilen Abwehr und auch einem effektiven Angriff hielt die Bertow-Sieben dagegen. Peters entschärfte allein 13 Schüsse der Gäste und zog ihnen damit den Zahn. „Wenn man versucht, das auf halber Arschbacke abzusitzen, kann das nicht funktionieren“, schimpfte Gästetrainer Jörg Rademacher auf seine Mannschaft, die den Tabellenletzten scheinbar unterschätzt hatte. Immerhin zeigte die HSG phasenweise, was sie drauf hat. Das aber reichte diesmal gegen eine geschlossene Ahlener Mannschaft nicht, die in der Schlussphase den zweiten Sieg nach zuletzt zehn Niederlagen und einem Remis eintütete. Erst Thimo Kirsch und dann erneut Christoph Wischniewski mit seinem neunten Treffer zum 28:26 brachten die ASG in die Erfolgsspur. Spätestens jetzt zweifelte niemand der 450 Zuschauer mehr am Sieg, der mehr als verdient war. „Wir hatten uns gut auf Varel eingestellt“, zahlte sich für Sascha Bertow die Arbeit der letzten Tage aus. „Und heute hat auch viel geklappt“, sah der ASG-Coach Dinge, die vielleicht noch mehr Wert waren als der Sieg an sich und für die Zukunft hoffen lassen.



05 · 02 · 12



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