Petersen baut die Deckung um


Hoch her ging es in einigen Duellen zwischen der Ahlener SG und dem Wilhelmshavener HV. Unsere Szene zeigt eine Aufnahme aus der Saison 2008/2009.Foto:
Hoch her ging es in einigen Duellen zwischen der Ahlener SG und dem Wilhelmshavener HV. Unsere Szene zeigt eine Aufnahme aus der Saison 2008/2009.Foto:
(René Penno)


Ahlen - Nach der denkbar knappen und mehr als unglücklichen 32:33-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen Eintracht Hildesheim wollen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV nun bei der Ahlener SG am Samstag die Punkte einfahren und sich damit für die 24:28-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren.

Damit das klappt, hat Trainer Klaus-Dieter Petersen während des Trainings in der EM-Pause insbesondere an der Deckung gearbeitet. Denn nach einem verkorksten Saisonstart hatte sich der WHV zwar zum Ende der Hinrunde wieder etwas gefangen, doch mit 12:26 Punkten ist der einstige Erstligist derzeit gerade einmal vier Punkte von den Abstiegsrängen entfernt.


Mit einem 28:22-Sieg im Derby bei der HSG Varel vor 14 Tagen ist man zwar gut in das neue Jahr gestartet, doch gegen Hildesheim ging - zumindest nach Meinung der Wilhelmshavener - nicht das bessere Team als Sieger von der Platte. Die frühe Hildesheimer 5:1-Führung hatte man kurz vor der Pause wieder egalisiert, anschließend selber sogar in Unterzahl mit zwei Treffern vorn gelegen, ehe die Gastgeber nach dem Unentschieden zur Pause im zweiten Durchgang wieder mit zwei Toren (20:18/39.) führten. Trotz einer folgenden 3:6-Unterzahl-Situation blieb der WHV auf Schlagdistanz. Als WHV-Keeper Eilts beim Stand von 31:32 (57.) einen Siebenmeter parierte, schien wieder alles möglich. Im Gegenzug setzte Schröder seinen Siebenmeter jedoch an den Pfosten, und es blieb bei der knappen Gäste-Führung. Im letzten Angriff verpasste der WHV den noch möglichen Ausgleich, und die „unglückliche“ Niederlage war besiegelt.

Zu einem direkten Kräftemessen zwischen der ASG und den Norddeutschen kam es neben dem Hinspiel bereits in den Spielzeiten 2000/01, 2001/02 und 2008/09.

In der ersten Saison gab es bei beiden Aufeinandertreffen sehr deutliche Ergebnisse, denn die Rot-Weißen gewannen zu Hause mit 33:22, der WHV später im Rückspiel mit 32:18. Auch im darauffolgenden Jahr waren die Karten klar verteilt.

In Wilhelmshaven behielt der Gastgeber mit 28:13 die Oberhand, sorgte aber auch in der Friedrich-Ebert-Halle für klare Verhältnisse, als der WHV mit 27:16 gewann. Nach dem 36:28-Erfolg in eigener Halle kam die Pfänder-Sieben in der vergangenen Saison am Jadebusen dann aber nicht über ein 27:27-Unentschieden hinaus.

Vor zwei Jahren spielte das Team vom Jadebusen noch in der Ersten Liga, wo man sich nach dem Aufstieg 2002 sechs Jahre lang halten konnte. In dieser Zeit hatte man sich 2006 als 16. der Ersten Liga in der Relegation gegen den TSV Bayer Dormagen behaupten können und belegte im folgenden Jahr den elften Platz . Danach reichte es allerdings nur zu Platz 18, sodass man den Weg zurück in die Zweite Liga antreten musste.

Als Folge des Abstiegs bekam das Team ein nahezu komplett anderes Gesicht: Zehn Spieler verließen den WHV, darunter auch Rico Bonath, der damals zur Ahlener SG wechselte. Demgegenüber stand die gleiche Anzahl von Neuzugängen, wie zum Beispiel Gustaf Samuelsson, der vom Haugaland Handballklubb nach Deutschland kam und nun mit der ASG wieder auf seine ehemaligen Mannschaftskollegen trifft.



18 · 02 · 10





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