Frauenfußball

Hauenhorst will hoch in die Regionalliga


Nicole Schampera (2.v.l.) setzt sich entschlossen durch, lässt sich von ihrer Gegenspielerin auch nicht mit unfairen Mitteln stoppen.
Nicole Schampera (2.v.l.) setzt sich entschlossen durch, lässt sich von ihrer Gegenspielerin auch nicht mit unfairen Mitteln stoppen.
(Foto: Rapreger)


Rheine-Hauenhorst. Sind in der Saison 2012/2013 zwei Frauenfußballmannschaften aus Rheine drittklassig? Einiges spricht dafür. Der FFC Heike Rheine wird auch bei einem ungünstigen Verlauf der Rückrunde nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten können. Und Germania Hauenhorst führt nach zwölf Spieltagen die Tabelle der Westfalenliga an, liefert sich mit der 2. Mannschaft des VfL Bochum ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Tabellenführung. Selbst der zweite Platz könnte für das Team um Trainer Ralf Spanier und Co-Trainer Hans-Joachim Jerzinowski zum Aufstieg reichen.

Eigentlich hält sich Spanier mit offensiven Prognosen mächtig zurück, doch in diesem Jahr wollen er und sein Team die Chance beim Schopfe packen. „Wir wollen am Ende oben bleiben“, lässt der Trainer Entschlossenheit durchblicken. Diese Zuversicht hat Gründe. Nach mäßigen Start mit gerade mal vier Punkten aus drei Spielen und acht Gegentoren haben die Hauenhorsterinnen zu erstaunlicher Kontinuität gefunden und eine eindrucksvolle Siegerserie hingelegt. Der Teamgeist ist sensationell, und nicht zuletzt deshalb haben die Germanen-Frauen auch viele knappe Spiele für sich entschieden.


Härtester Konkurrent ist die 2. Mannschaft vom VfL Bochum, die nur einen Zähler weniger auf dem Konto hat. Die Konkurrenz aus Bielefeld und Berghofen folgt bereits mit sieben bzw. acht Punkten Rückstand auf Hauenhorst. „Bochum hat sicherlich die spielerisch und technisch stärkste Mannschaft der Liga“, betont Spanier, „aber zum Glück ist sie sehr abschlussschwach.“ Da kann der Hauenhorster Trainer nur hoffen, dass es so bleibt.

Die 1. Mannschaft des VfL Bochum spielt aktuell nur eine Liga höher als die Reserve, und daran knüpfen die Kickerinnen der Germania weitere Hoffnungen. „Die 2. Mannschaft kann nicht in die nächsthöhere Liga aufsteigen, so lange die 1. Mannschaft dort spielt“, erläutert Spanier. Aktuell wäre also ein Aufstieg von VfL Bochum 2 in die Regionalliga ausgeschlossen. Doch das kann sich schnell ändern, denn die „Erste“ aus Bochum lieferte sich mit dem 1. FFC Recklinghausen, dem VfL Kommern und dem TSV Siegen einen packenden Vierkampf um den Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Doch Spanier ist nicht davon überzeugt, dass der Kampf um die Meisterschaft allein zwischen seinem Team und Bochum 2 entschieden wird. „Ich rechne vor allem noch mit Berghofen, aber auch mit Billerbeck“, sagte der Hauenhorster Trainer. Entscheidend sei ein guter Start im März, da muss die Germania gleich zwei Mal auswärts antreten, in Finnentrop und in Warendorf.

Zu echten Leistungsträgerinnen haben sich bei Hauenhorst die Nationalspielerinnen Uerikondjera Kasaona und Thomaline Adams aus Namibia entwickelt. Die beiden waren für knapp vier Wochen zu Hause, um mit ihrem Team die Qualifikation um den Africa-Cup zu bestreiten. Doch Namibia ist ausgeschieden, verlor zu Hause gegen Tansania mit 0:2 und kam im Auswärtsspiel vor 15000 Zuschauern sogar mit 2:5 unter die Räder. Adams wurde dennoch in beiden Begegnungen zur besten Spielerin gewählt.

VON WERNER ZERETZKE


07 · 02 · 12





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