SuS Neuenkirchen

Torhüter Tim Klingbeil hängt noch eine Saison dran


Fliegt weiter für den SuS Neuenkirchen - mindestens noch eine weitere Saison: Tim Klingbeil.
Fliegt weiter für den SuS Neuenkirchen - mindestens noch eine weitere Saison: Tim Klingbeil.
(Foto: Rapreger)


Neuenkirchen. Die Zeichen standen auf Abschied, doch die Lust auf Fußball überwog: Tim Klingbeil, erfahrener Torhüter des SuS Neuenkirchen, wird seinen Vertrag um eine weitere Saison bis 2013 verlängern.

„Ich gehe davon aus, dass ich ligaunabhängig noch ein Jahr dranhänge. Die Tendenz ist sehr positiv“, gab der 34-Jährige das Ergebnis eines Gesprächs mit Trainer Franz-Josef Reckels und Werner Kreimer (Mitglied des Fördervereins) wieder. Der Vorbehalt in Klingbeils Wortwahl erklärt sich daraus, dass sich die Herren zwar wohlwollend, aber ohne sofortigen Vertragsabschluss ins Wochenende verabschiedeten.


„Wenn der Verein dem zustimmt, dann klappt das so“, geht Klingbeil von einer Einigung aus, die auch Reckels am Sonntagabend auf MV-Nachfrage bestätigte: „Natürlich wollen wir Tim behalten. Das werden wir gemeinsam im Guten regeln.“

Ursprünglich hatte der Münsteraner seinen Abschied angekündigt und dafür hauptsächlich private Gründe angeführt. Nach Rücksprache mit seiner zukünftigen Ehefrau und eigenen Überlegungen dachte der Torhüter aber um und entschied sich für eine Fortsetzung seiner Torhüterzeit am Waldstadion.

„Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt ist der Charakter der Mannschaft. Es macht Riesenspaß, in dieser Truppe erfolgreich zu spielen. Das sieht man ja auch daran, dass viele hier verlängert haben“, begründete Klingbeil seinen Entschluss. Weiteres Argument: Der gelernte Werbetexter arbeitet in Emsdetten und hat von dort einen relativ kurzen Anfahrtsweg zum Training.

Seine Vertragsverlängerung gilt auch dann, wenn der SuS weiter in der Westfalenliga spielt. Dennoch würde er sich dem (noch) höheren Aufwand in der neuen Oberliga Westfalen bereitwillig stellen: „Ich hätte auch mit einem möglichen Aufstieg aufhören können. Aber der Reiz, in der Oberliga zu spielen, ist riesengroß. Das wäre klasse.“

Tim Klingbeil gehört zu den dienstältesten Spielern beim SuS Neuenkirchen. Schon Ende der neunziger Jahre hatte Franz-Josef Reckels das damalige Torwarttalent geholt und nahm ihn später mit zum FC Eintracht Rheine. 2003 verschlug es Klingbeil aus beruflichen Gründen in seine ostwestfälische Heimat, wo er für den Bünder SV und TuS Dornberg im Tor stand. Als im Oktober 2005 wieder eine berufliche Veränderung anstand und Klingbeil nach Münster zog, hielt er sich auf Vermittlung von Stefan Henning zunächst bei der 2. Mannschaft von Preußen Münster fit. Zum Saisonende war dann in Dornberg Schluss.

„Ich hatte eine Art fußballerisches Tief und den Spaß am Sport verloren“, pausierte er einige Monate. Kurz vor der Winterpause 2006/07 holte ihn Hans-Dieter Jürgens zum SuS Neuenkirchen. weil Stammtorhüter Jürgen Kremer länger verletzt ausfiel. Weniger Wochen später musste Jürgens gehen. Stefan Grädler betreute den Verein während der Rückrunde, ehe im Sommer 2007 Stefan Henning seine zweite Amtsperiode beim SuS begann.

Zwei Jahre später folgte ihm Franz-Josef Reckels auf der Trainerbank, zu dem Klingbeil ein enges Vertrauensverhältnis hat.

VON DIRK MÖLLERS


06 · 02 · 12




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