Weniger TV Mesum ist manchmal mehr


Stellspieler Patrik Robert verteilte die Bälle exzellent.
Stellspieler Patrik Robert verteilte die Bälle exzellent.


-gre- RHEINE-MESUM. Auf dem Weg zum Klassenerhalt sind die Verbandsliga-Volleyballer des TV Mesum ein gutes Stück weitergekommen. Am Samstagnachmittag schlugen sie in der Halle der Kaufmännischen Schulen in Rheine den Konkurrenten Telekom Post SV Bielefeld 2 mit 3:0 (25:23, 25:13, 25:20).

Nach dem vierten Erfolg in Serie stehen die TVM-Herren mit 14:10 Punkten im gesicherten Mittelfeld, haben aber allerdings noch alle schweren Gegner vor der Brust. Aber der erneute Erfolg gegen einen Mitkonkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte ist Gold wert. Zumal die Mesumer nur einen Minikader zusammenkratzen konnten und ohne Auswechselspieler in die Partie gingen.


Doch die erste Sechs war weitgehend komplett. Lediglich die Diagonalposition musste neu besetzt werden. Hier sprang Spielertrainer Berthold Rademaker für Daniel Sicker ein.

Das große Ziel, sich vom Gast aus Bielefeld nicht überrennen zu lassen, wurde zunächst erfehlt. Mit 0:4 lag der TVM hinten, weil die Gäste über Außen zu Punkten kamen. Der Abstand blieb zunächst konstant. Mit einfachen Bällen setzte Mesum keine entscheidenden Nadelstiche. „Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden und konnten bis Mitte des Satzes nicht verkürzen, weil Bielefeld zu diesem Zeitpunkt sehr gut und aggressiv aufschlug“, bedauerte TVM-Kapitän Ralf Beuvink den 12:16-Rückstand.

Erst als der Mesumer Block besser stand, wurde die Partie ausgeglichener (18:18). In der Schlussphase unterliefen dem Gast nun einige leichte Fehler. Gleichzeit belohnte sich der TVM für seinen aufopferungsvollen Kampf.

Mit Elan ging es im zweiten Durchgang weiter. Die Mesumer knüpften nahtlos an die letzten Bälle des ersten Satzes an und nahmen das Heft gleich in die Hand. Mit sehenswerten Sprungaufschlägen brachte Patrik Robert sein Team schnell mit 6:2 in Führung. Diese Führung wurde durch ein gutes Block-Abwehrverhalten ausgebaut.

„Bielefeld hatte Probleme in der Annahme und konnte nicht mehr durch die Mitte angreifen. Das war unser Vorteil, weil der Außenblock wie eine Wand stand“, freute sich Beuvink, wie dem Gast die Grenzen aufgezeigt wurden. Im Akkordtempo spulten die Mesumer ihr Programm eindrucksvoll herunter.

Auch im dritten Satz schien Bielefeld bei einer Mesumer 8:2-Führung von der Rolle zu sein. Doch das Team spielte „Alles oder Nichts“ und kam mit einer Sprungaufgabenserie noch mal heran (8:8). Bis zum 18:18 verlief der Satz ausgeglichen.

Dann folgten zwei Mesumer Blockpunkte, was bei Bielefeld Nervosität auslöste. In dieser entscheidenden Phase schlug der TVM eiskalt zu. Mit schönen Mittelangriffen glänzte Robert Lampe mehrfach. Von Patrik Robert wurde er exzellent in Szene gesetzt, sodass der Gast nach drei Sätzen mit einer verdienten Niederlage unter die Dusche geschickt wurde.



05 · 02 · 12





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