Greven - Der Sieger der 21. Ausgabe des Sparkassen-Hallenmasters heißt Borussia Mönchengladbach. Die Elf vom Niederrhein setze sich in einem hochklassigen Finale mit 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf durch und trug sich somit in die Siegerlisten des Traditionsturniers des SC Greven 09 ein. Der Gastgeber selber landete am Ende auf dem zwölften Rang.
Wie in jedem Jahr lockte das Turnier Junioren-Teams deutscher Erst- und Zweitligisten nach Greven, die ihrerseits dazu beitrugen, dass das Highlight im lokalen Fußballjahr ein voller Erfolg wurde. 16 Mannschaften absolvierten insgesamt 64 Spiele, in denen 226 Tore fielen. Der am Samstag ausgetragenen Vorrunde folgte am Sonntag die Finalrunde, für die sich alle Gruppensieger und Gruppenzweiten der Vorrunde qualifizierten. Hier setzen sich neben Mönchengladbach und Düsseldorf auch der 1. FC Köln und der ESV Münster, der sich über das Qualifikationsturnier einen der begehrten Startplätze gesichert hatte, durch.
Im Halbfinale musste sich der Qualifikant aus Münster jedoch dem späteren Turniersieger mit 1:2 geschlagen geben. Die Fortuna aus Düsseldorf setzte sich im Neunmeterschießen gegen die Kicker aus der Domstadt durch. Entscheidenden Anteil am Sieg seiner Düsseldorfer hatte Hugo González, Sohn des spanischen Superstars Raúl, der während des Turniers das Gesprächsthema Nummer eins war. Unter den Augen von Mutter Mamen Sanz ließ der Nachwuchs des aktuellen Schalkers einige Male sein Talent aufblitzen. Doch auch er konnte die Finalniederlage gegen die Gladbacher Borussia nicht abwenden. Die neuen ter Stegens und Reus zeigten, dass die ähnlich schön und erfolgreich spielen können wie die Profis und gingen verdient als Sieger aus dem zweitägigen Turnier hervor.
Die Mannschaft des SC Greven 09 verspielte am Samstag ihre Chance auf ein besseres Ergebnis. Der 3:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 reichte nicht, um die Finalrunde zu erreichen, da das Team zuvor sowohl gegen Borussia Mönchengladbach als auch gegen den MSV Duisburg verloren hatte. In der Trostrunde kam die Truppe von Jonas Vennschott, Matthias Greulich, Arthur Kozakowski und Dario Barndt nach der Niederlage im Spiel um Platz elf gegen Borussia Dortmund schließlich auf den zwölften Platz. 09-Trainer Jonas Vennschott war dennoch zufrieden: „Wir haben besser abgeschnitten als wir eigentlich erwartet hatten. Wir hätten es sogar fast geschafft, in der Finalrunde zu spielen und dementsprechend können wir im Großen und Ganzen nicht unzufrieden sein. Man hat am Samstag jedoch gemerkt, dass die Bundesliga-Teams einfach abgezockter sind und uns da leider ein bisschen was gefehlt hat.“
Einen besonderen Dank sprach Turnierleiter Frank Peppenhorst den Grevener Familien aus, die Spieler der einzelnen Mannschaften bei sich über das Wochenende aufgenommen hatten. Neben den einzelnen Teams wurden bei der Siegerehrung auch einzelne Spieler besonders ausgezeichnet. Lloyed Addo-Kufur von Hannover 96 setze sich mit sieben Treffern im Verlauf des Turnier die Torjägerkrone auf. Joschua Schwirten vom 1.FC Köln wurde als Spieler des Turniers, Finn Prosenc vom FC Schalke 04 wurde als bester Torwart ausgezeichnet.