Team-Sextett vor dem ersten Kick


Daniel von der Ley (am Ball) will auch mit den Herberner A-Junioren auch in der Landesliga nicht untergehen.
Daniel von der Ley (am Ball) will auch mit den Herberner A-Junioren auch in der Landesliga nicht untergehen.


Lüdinghausen - Sechs Jugendmannschaften aus dem Fußballkreis Lüdinghausen kicken in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison überkreislich. Die Junioren des SV Herbern kicken als Meister und Aufsteiger nun in der Landesliga. Den umgekehrten Weg hat der C-Nachwuchs des VfL Senden eingeschlagen. Nach nur einem Jahr ist der Aufsteiger der Saison 2008/09 unfreiwillig wieder in die Bezirksliga zurückgekehrt. Auch die B-Junioren des VfL kicken, wie schon in der vergangenen Saison, in der Bezirksliga. Die D-Jugendlichen von Union Lüdinghausen müssen sich ebenfalls nicht neu orientieren. Gesellschaft erhalten die Lüdinghauser in der kommenden Saison erstmals vom D-Nachwuchs des VfL Senden.

Bereits jetzt an die vergangene Saison erinnert fühlt sich Werner Bußmann, Trainer von Landesliga-Aufsteiger SV Herbern. Damals wurden die A-Junioren vom Verletzungspech verfolgt. Bekanntlich wurden sie trotzdem Meister. Dennoch würde der Coach auch jetzt wieder lieber auf einen kompletten Kader zurückgreifen, muss aber zum Beginn der neuen Saison sicher auf die verletzten Simon Närdemann und Eric Sieber und vielleicht auch auf die angeschlagenen Janis Drees und Dennis Seifert verzichten.


„Ich glaube, dass das eine ganz schwere Staffel ist“, sagt Bußmann. „Ich bin aber ganz guter Dinge, dass wir auch in der Landesliga eine gute Rolle spielen werden.“ Verzichten muss sein Team auf die Mitaufsteiger Andreas Hüttermann, Joachim Mrowiec sowie die Sennekamp-Brüder Michael und Stefan, die alle in den Kader der Senioren aufgerückt sind. Die Lücke, die Torjäger Mrowiec gerissen hat, soll Neuzugang Fernando Manfredi schließen, ein waschechter Herberner, der aus der A-Jugend von Preußen Münster in die Heimatgemeinde zurückgekehrt ist.

Die nun längeren Anfahrtszeiten zu den Auswärtsspielen sieht der Trainer mit Humor: „Das ist auch ein bisschen Geografie-Unterricht. Wir lernen die östliche Ausdehnung von Nordrhein-Westfalen kennen.“

Mit längeren Anfahrten müssen sich die B-Junioren des VfL Senden nicht befassen. Wie schon in der vergangenen Saison kicken sie in der Bezirksliga. „Wir haben die ersten Fünf angepeilt“, nennt Christian Arends, der das Team gemeinsam mit Philipp Roberg von Taylan Berik und Matthias Warnke übernommen hat, das Saisonziel. Das neue Trainerduo kann auf eine gute Vorbereitung zurückblicken, in der sich besonders der Offensivbereich ausgezeichnet habe, so Arends. Dazu kommt, dass die Mannschaft zurzeit keine Verletzten hat.

Nicht weniger als acht Spieler des letztjährigen Kaders haben das Team in Richtung eigener A-Jugend verlassen. Kein Grund für Arends und Roberg, in Sack und Asche zu gehen, denn dafür sind neun Spieler neu dazugestoßen, darunter vier aus der C-Jugend des VfL.

Weit größere Personalprobleme hat deren Coach Uwe Peters. Den Landesliga-Absteiger hat nicht nur das Quartett Richtung B-Nachwuchs verlassen. Nur zwei Spieler, Henning Deventer und Maik Schmiemann, sind Peters geblieben, sodass er ein fast völlig neues Team zusammenstellen musste, noch dazu mit viele Spielern aus dem Jungjahrgang. Die Konsequenz: An einen sofortigen Wiederaufstieg ist gar nicht zu denken. Vielmehr hat die Truppe nur den Klassenerhalt im Blick. „Wenn wir den schaffen, sieht das im nächsten Jahr anders aus“, sagt der Coach.

Ebenfalls den Abstieg vermeiden will Harald Cunen, der gemeinsam mit Ronny Neumann und Helmut Piepenbreier die B-Juniorinnen des VfL trainiert. Diese spielen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der Bezirksliga. Auch der Damen-Nachwuchs hat einen Umbruch zu bewältigen. Sechs Mädchen aus der Meistermannschaft der vergangenen Saison sind zu den Seniorinnen gewechselt (eine A-Mannschaft der Frauen gibt es in Senden nicht). Dafür sind acht Spielerinnen aus der eigenen C-Jugend nachgerückt.

Auch die D-Junioren des VfL spielen nun in der Bezirksliga und konkurrieren hier unter anderem mit dem Nachwuchs von Union Lüdinghausen. Dieser hat in der vergangenen Saison Platz sechs erreicht und hat auch diesmal einen Platz im Mittelfeld anvisiert, so Lüdinghausens Trainer Thomas Morzonek. Die Vorzeichen seien gut: „Wir haben eine gute Vorbereitung hingelegt“, so der Coach. „Die Mannschaft ist sehr gut zusammengewachsen.“ Auch Annika Scheunemann, Trainerin der Sendener D-Junioren, blickt auf eine positive Testphase zurück. „Wenn wir weiter an uns arbeiten, können wir in der Bezirksliga bestehen“, so die Sendenerin zuversichtlich.



09 · 09 · 10





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