Coesfeld. Die ganze Familie ist komplett fußball-verrückt und drückt den Borussen heute Abend gegen die Bayern fest die Daumen. Daniel Iskeceli und Gattin Sylvia sind beinharte Gladbach-Fans. Finn (5) und Lynn (2), ihre Kinder, sind schon infiziert. "In der vergangenen Saison ist Finn mitgekommen zum Spiel gegen Freiburg. Da ging´s um den Klassenerhalt", erzählt der Vater, "damals hab´ ich das erste Mal beim Spiel ein Tor verpasst." Finn war Schuld, er hatte Druck. "Papa, ich muss Pipi", quengelte der Junior. "Als wir auf der Toilette waren", erinnert sich Iskeceli senior, "hörte ich schon den Jubel." Marco Reus hatte zum 2:0 getroffen.
Heute bleibt Finn daheim, Schwesterchen Lynn sowieso. Und die Mama? "Ich kann nicht mit. Leider", sagt sie, "einer darf ja auf die beiden aufpassen." Früher hat Sylvia Iskeceli ihren Ehemann häufig begleitet, doch mit dem Nachwuchs ist das natürlich sehr viel schwieriger geworden. "Manchmal", erzählt sie, "müssen meine Eltern ran." Oma Irmgard ist dann Kindermädchen, Opa Helmut assistiert, so gut er kann. Sie schwärmen für Borussia Dortmund und hoffen auf einen Gladbacher Erfolg.