Schnelle Beute am Rottkamp

Münster-Albachten - Um eine Aufbruchserie handelte es sich - entgegen Anwohnervermutungen - nicht. Das hob im Gespräch mit den WN gestern Polizeisprecherin Evelin Kösters hervor: In der Nacht von Freitag auf Samstag vergangener Woche wurden am Rottkamp drei Autos aufgebrochen. Ein punktueller Vorfall, denn weitere Aufbrüche gab es im münsterischen Ortsteil nicht.

In allen drei Fällen war es laut Kösters offenbar so, dass die Täter leichte Beute im Fahrzeug vermuteten. Denn es gab stets einen Anreiz, den Pkw zu knacken. In ersten Fall habe eine (leere) Laptop-Tasche und im zweiten Fall eine braune Ledertasche auf dem Beifahrersitz gestanden. Im dritten Fall hätten es der oder die Täter auf ein Navigationsgerät abgesehen, so die Sprecherin der münsterischen Polizei. Um schnell an Beute zu gelangen, schlugen die Täter die Seitenscheiben der Autos ein.


Mit Nachdruck warnt Evelin Kösters Autofahrer davor, im unbewachten geparkten Fahrzeug Wertgegenstände jeglicher Art zurückzulassen. Man dürfe potenziellen Tätern keinerlei Anreiz für einen Fahrzeugaufbruch schaffen, unterstreicht die Polizistin: „Sonst steht man vor dem Schaden und ärgert sich.“

Autoaufbrüche gebe es im gesamten Stadtgebiet, Albachten sei keineswegs ein Brennpunkt, sagt die Polizeisprecherin. Oftmals handele es sich bei den Vorfällen um Beschaffungskriminalität.

VON THOMAS SCHUBERT, MÜNSTER


31 · 01 · 12





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