„Das Miteinander erlebbar machen“


Erste Farbtupfer: Die Jungen und Mädchen der Ferienbetreuung im Albatros haben damit begonnen, den „Kumpelhaken“ für die Ausstellung am 19. September zu gestalten.Foto:
Erste Farbtupfer: Die Jungen und Mädchen der Ferienbetreuung im Albatros haben damit begonnen, den „Kumpelhaken“ für die Ausstellung am 19. September zu gestalten.Foto:
(sch)


Münster-Albachten - Seit mittlerweile anderthalb Jahren kooperiert das Jugendzentrum Albatros mit der münsterischen Lebenshilfe. Gemeinsames Ziel: Die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung weiter voranzutreiben. Deshalb gibt es im Albatros unter anderem jeden Dienstagnachmittag ein integratives Angebot. Einmal mehr deutlich gemacht werden soll die engagierte Zusammenarbeit jetzt mit dem integrativen Kulturprojekt „Hak Dich ein! Der inklusive Ansatz!“, an dem das Albachtener Jugendzentrum beteiligt ist.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine großangelegte Aktion, für die die nordrhein-westfälische Lebenshilfe - sie engagiert sich für die Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Familien in der Gesellschaft - verantwortlich zeichnet. 1000 „Kumpelhaken“ (große metallene Kleiderhaken, die früher von Zechenarbeitern im Ruhrgebiet genutzt wurden) sollen in diversen integrativ arbeitenden Einrichtungen in ganz Nordrhein-Westfalen künstlerisch gestaltet und am 19. September auf der Zeche Ewald in Oer-Erkenschwick als weltweit größter Skulpturenpark präsentiert werden. Rund 10 000 Gäste werden im Rahmen der „Ruhr 2010“ dazu erwartet.


„Ziel dieses Beitrags ist es, sich in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger zu verankern und das Miteinander - die Inklusion - erlebbar zu machen“, sagt Marcus Hopp von der Lebenshilfe, der das Projekt in Münster koordiniert. Auch das städtische Jugendamt ist daran beteiligt. Elf münsterische Einrichtungen, die sich der integrativen Arbeit widmen und mit der Lebenshilfe kooperieren, werden in den kommenden Wochen jeweils einen „Kumpelhaken“ fantasievoll gestalten. Damit soll laut Hopp dem gelebten Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in Münster Gestalt gegeben werden.

Im Albatros haben die Teilnehmer der derzeit laufenden Ferienbetreuung bereits mit der Gestaltung ihres „Kumpelhakens“ begonnen. Erste bunte Farbtupfer zieren das Metall. In einem nächsten Schritt werde der Haken mit Kaninchendraht umgeben, sagt Jugendzentrumsleiterin Marita Badde. Viel Pappmaché und allerlei Farben sowie von den Kindern gebastelte Albatrosse sollen den Kleiderhaken zu einem Kunstwerk werden lassen: „Unser ,Kumpelhaken soll im September möglichst bunt weitergereicht werden.“

Im Stadtbezirk West wird sich neben dem Albatros übrigens auch das Jugendzentrum Fachwerk in Gievenbeck an dem Projekt beteiligen.

» Der „Kumpeltag“ im Rahmen der „Ruhr 2010“ findet am 19. September von 10 bis 18 Uhr auf der Zeche Ewald statt. Neben der Skulpturenausstellung soll es ein umfangreiches Rahmenprogramm geben. Dabei wird Thomas Godoj, DSDS-Gewinner 2008, gemeinsam mit integrativen Bands wie „Station 17“, „10 000 Blumen“, „Rockers“, „Tabuwta“ und „Die Kumpels“ für musikalische Unterhaltung sorgen.

VON THOMAS SCHUBERT, MÜNSTER


29 · 07 · 10





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
AKTUELLE FOTOSTRECKEN


© Ahlener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette