Münster-Albachten - „Schurkenstaat hin oder her“, sagt Thomas Frings, „dieses Land ist eine große Kulturnation mit wunderschönen Städten und Baudenkmälern!“ Mit reichhaltigen Eindrücken und mehreren hundert Digitalbildern kehrte jetzt Albachtens Gemeindepfarrer von einer 14-tägigen Flug- und Busreise durch den Iran zurück. Zusammen mit seinem Neffen Lukas (22) besuchte Frings die Städte Teheran, Isfahan, Shiraz und Yazd - und erntete im beschaulichen Albachten allgemeines Kopfschütteln.
Wie kann man freiwillig ein so gefährliches Land besuchen? So und ähnlich hätten zahlreiche Gemeindemitglieder reagiert, als sie von Frings Reiseplänen erfuhren. „Als Tourist merkt man überhaupt nicht, dass man sich in einem islamistischen Gottesstaat bewegt - ein Spaziergang in Washington ist gefährlicher“, bilanziert der Geistliche. Beeindruckt habe ihn die „große Offenheit, große Herzlichkeit und das große Interesse der Bevölkerung an fremden Kulturen“.