Münster-Gelmer - Sie sehen schon gruselig aus, die Masken, die in dem Klassenraum in der Astrid-Lindgren-Grundschule ausgestellt sind. Aber für die Kinder ist der Umgang mit den Verkleidungen völlig normal: Denn sie gehören zu einem Projekt, an dem sich die dritte Klasse beteiligte: Sie beschäftigten sich mit den Indigenas Südamerikas. Und zu deren Kultur gehören nun einmal auch Masken.
„Indianer sagt man nicht, das ist ein Schimpfwort“, sagt Jorge Hidalgo, der die Kinder gleich an zwei Tage besuchte und einen besonderen Blick auf die Kultur und Vergangenheit der Indigenas vermittelte. Denn der Unterricht sollte besonders praxisnah sein. So ging es mit einer Gruppe unter der Anleitung von Landschaftsökologin Katja Busch auf Entdeckungsreise in die angrenzenden Wälder, während Hidalgo Bilder aus seiner Heimat zeigte. Dabei schlug er durchaus auch kritische Worte an, gerade bezüglich der Umweltverschmutzung und dem Raubbau am Regenwald. „Der Lebensraum wird immer kleiner, die Natur wird durch Erdöl-Pipelines und Holzfällerei bedroht.“