Mit dem Tode des letzten Fürstbischofs, des Kölner Kurfürsten Max Franz, im Jahre 1801 - ein Sohn Kaiserin Maria Theresias und Bruder der 1793 hingerichteten Königin Marie Antoinette von Frankreich - war das Schicksal Münsters und des Fürstbistums besiegelt. Im August 1802 rückten preußische Truppen unter dem späteren Feldmarschall Blücher in die Stadt ein und vereinnahmten weite Gebiete rings um Münster für ihren König.
Die neuen „Herren“ wurden frostig empfangen, den Preußen eilte ohnehin kein guter Ruf voraus. Die Bevölkerung fürchtete sich vor hohen Steuern und dem bisher nicht gekannten Militärdienst. Überdies konnte man sich als katholische Stadt kaum mit den protestantischen Preußen anfreunden.