Die Anfänge Münsters reichen bis in die Zeit Karls des Großen zurück. Liudger, ein friesischer Missionar, hatte von ihm den Auftrag zur Christianisierung jenes Gebietes erhalten, das wir heute Münsterland nennen. Mit Errichtung eines Klosters, eines „Monasteriums“ - wovon sich später der Name Münster ableitete -, legte Liudger im Jahre 793 den Grundstein zur Stadt.
Die nach der Weihe des Missionars zum Bischof im Jahre 805 zur Stadt erhobene und inzwischen befestigte Domburg zog bald Handel und Gewerbe an. Ab 950 ließen sich vor ihren Toren Kaufleute nieder, und im Gefolge der regelmäßigen Zusammenkünfte, der Synoden, des Bistumsklerus wurden erste Märkte abgehalten. Der am Schnittpunkt alter Handelsstraßen gelegene Bischofssitz entwickelte sich rasch zum geistigen, politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt in der Region zwischen Lippe und Teutoburger Wald.