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Teil 3

Religion in Münster


Brian Melican
Brian Melican


Wenn es darum geht, Zugezogenen das Leben in Münster zu erklären, darf die Kirche nicht fehlen. Es ist zwar längst nicht so, als ob jeder Münsteraner jede Woche in die Kirche geht oder so etwas, aber die Stellung der Kirche wundert den Zugezogenen immer wieder.

Die Kirche ist zum Beispiel meines Erachtens die einzige Institution, die den Münsteraner Wochenmarkt vor die Tür weisen kann, wie sie das z. B. 2008 bei der Verabschiedung vom Erzbischoff Lettmann gemacht hat.


Ein Konzertveranstalter, der U2, Rolling Stones und den nur vor einigen Tagen vom Tod zurückgekehrten Elvis Presley im Programm hat und gerne samstagmorgens den Marktplatz buchen will, der würde wohl ausgelacht. Aber die Kirche? Geht klar. Denn nur eine Wiederaufstehungsgeschichte hat in Münster Geltung. Nicht, dass es in Münster an Toleranz fehlt, wie die Geschichte der Stadt - insbesondere die Unterzeichnung des Westfälischen Friedens - zeigt.

Und nicht, dass es der Kirche in Münster an Platz fehlt. Sie unterhält immer noch 90 Gotteshäuser in der Westfalenstadt - das macht eine Kirche pro 2700 Einwohner, eine auffällig hohe Kirchendichte. Und diese Dichte erklärt den Spruch, den jeder Zugezogener lernen muss: In Münster, entweder regnet es, oder die Glocken läuten.

In unserem Video zum Thema haben wir die Wahrhaftigkeit dieses Spruches allerdings in Frage gestellt: Denn es hat geregnet und die Glocken haben geläutet - gleichzeitig.



12 · 04 · 10
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Glockengeläut und Regen
Es läuteten die Glocken und es regnete? Und das gleichzeitig? Dass muss an einem Sonntag gewesen sein....

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