Münster. Nasch-Stunde im Zoo: Gestern Nachmittag durften die syrischen Braunbären reinsten Imkerhonig vom Brötchen schlecken. Zwei Zentner der süßen Köstlichkeit hatten Münsters Imker herangeschleppt. „Der natürlich gut dosiert“ an Meister Petz und seine Verwandten ausgeteilt wird, betont Bärenpfleger Peter Vollbracht. Denn auch Bären können Karies bekommen. Wie in der Natur soll der Honig eine Rarität bleiben und zugleich der Beschäftigung der Braunbären, Malayenbären und Nasenbären dienen.
Die schon zur Tradition gewordene jährliche Honigspende der münsterischen Imker ist nicht ohne Eigennutz, erklärt der Leiter des Bieneninstituts der Landwirtschaftskammer, der zugleich auf die Gefahren billigen Importhonigs verweist. „Vor Jahren“, erzählt Dr. Werner Mühlen, verfütterte der Zoo eben diesen Honig, der mit Faulbrut infiziert war, einem Erreger, der häufig in Honigimporten vorkomme. Für Menschen ungefährlich, aber für Bienen, die davon in der nahrungsarmen Zeit kosten, tödlich.