Eine fehlt – Polizei kontrolliert 1028 Pistolen

Die Dienstpistole des Chef-Kriminalisten wird weiter gesucht.
Die Dienstpistole des Chef-Kriminalisten wird weiter gesucht.


Münster - Die Dienstpistole des Chef-Kriminalisten im Polizeipräsidium bleibt verschwunden. Auch intensive Nachforschungen haben keinen Aufschluss über den Verbleib der Waffe vom Typ „Walther P 99“ ergeben.

Gestern hat die Polizei damit begonnen, die übrigen 1028 im Präsidium registrierten Pistolen zu kontrollieren. Das erklärte Polizeisprecher Alfons Probst. Wie berichtet, hatte der Leiter der Direktion Kriminalität, Ernst Träger, seine Waffe vor wenigen Tagen bei Polizeipräsident Hubert Wimber als vermisst gemeldet. Mit verschwunden ist der Waffenkoffer samt 30 Schuss Munition.

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Ende Mai, so Probst, habe Träger die Waffe in seinem Schließfach deponiert. Dieses sei dann offenbar mit einem der in „überschaubarer Anzahl“ vorhandenen Schlüssel geöffnet worden. Jedenfalls befanden sich laut Probst an dem Schließfach keine Aufbruchspuren. Seitdem ermitteln die Beamten im eigenen Haus. Möglicherweise sei die Waffe irgendwo falsch verbucht und zur Herstellerfirma geschickt worden.

Doch bis auf diese Spekulationen hat die Polizei bislang nichts Handfestes in dieser Angelegenheit. Polizeipräsident Hubert Wimber ist wegen des Vorfalls dem Vernehmen nach sehr zerknirscht.

Nachdem der Verlust der Waffe bemerkt worden sei, habe man alle für einen solchen Fall vorgeschriebenen Maßnahmen eingeleitet, so der Polizeisprecher – dazu gehörte auch eine Meldung an das Innenministerium.

VON DIRK ANGER, MÜNSTER

31 · 10 · 08



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