Münster. „Ein Delfinarium ist Tierquälerei“, betont Jürgen Ortmüller. Der Vorsitzende und Mitbegründer des „Wal- und Delfinschutzforums“ (WDSF) ist überzeugt, dass die „intelligenten Säuger, die normalerweise täglich bis zu 150 Kilometer weit schwimmen und 300 Meter tief tauchen“, nicht artgerecht in einem Delfinarium gehalten werden können. Darum plädiert er „für die sofortige Schließung aller Delfinarien in Deutschland“.
Das gelte auch für die Anlage im münsterschen Allwetterzoo. Dort leben drei Delfine: Zwei große Tümmler, geboren in Nürnberg, und ein Sotalia, der aus Südamerika über Nürnberg nach Münster kam. Am Sonntagnachmittag demonstrierte Ortmüller mit seinen drei Söhnen und dem Aktivisten Andreas Morlok vor dem Zoo: „Unser Ziel ist, die Zoobesucher friedlich und gewaltfrei zu informieren und aufzuklären“, sagte Morlok. Allerdings wagten sich nur wenige Besucher von selbst an den Informationstisch, der ein gutes Stück vom Eingang entfernt stand.