Münster - Bei archäologischen Ausgrabungen in der Sakristei des münsterischen St.-Paulus-Domes sind zahlreiche Mauerreste ans Tageslicht gekommen. Wie Stadtarchäologin Dr. Aurelia Dickers am Montagmorgen berichtete, handelt es sich unter anderem um Überreste der um 1400 errichteten St.-Anna-Kapelle, die im 19. Jahrhundert abgerissen wurde. Ob es sich bei weiteren Mauerstücken um die Überreste eines im 10. oder 11. Jahrhundert errichteten Kreuzganges handelt, werde sich im Laufe der Woche herausstellen.
Unter dem Südturm haben die Archäologen zudem sieben menschliche Skelette gefunden. Sie stammen vermutlich aus dem 11. oder 12. Jahrhundert, so Dickers. Damals befand sich an dieser Stelle ein Außenfriedhof des Domes. Die menschlichen Überreste werden derzeit von Anthropologen in der Coerder Speicherstadt untersucht. Danach sollen die Knochen auf dem Zentralfriedhof bestattet werden.