Schwerpunktaktion der Polizei

Elektroräder sind nicht ungefährlich


Um defensives und vorausschauendes Fahren auch mit dem E-Bike baten gestern Heinz Diekel, Werner Schümchen und Martin Dreyer (v.l.).Foto:
Um defensives und vorausschauendes Fahren auch mit dem E-Bike baten gestern Heinz Diekel, Werner Schümchen und Martin Dreyer (v.l.).Foto:
(gh)


Münster - Peter Budde ist überzeugter E-Biker geworden. Der Senior aus den Baumbergen hat sich ein Elektrofahrrad zugelegt und ist seitdem kreuz und quer durch die Lande unterwegs - und er ist damit ziemlich beweglich geworden. Während Peter Budde gestern zum Auftakt einer neuen Polizeiaktion von seinem neuen mobilen Gefühl und seinem E-Bike schwärmte, vertrat Dr. Gerhard Bonn von der Seniorenvertretung Münster die Ansicht, dass manch ein Senior sich den Kauf eines solch flotten Fahrrades überlegen sollte. Er appellierte, auf den Bus umzusteigen.

Ob E-Bike (Elektrorad) oder Pedelec (Muskelkraft unterstützende Elektromotoren) - fest steht, dass im ersten Halbjahr 2011 die Zahl der schweren Unfälle auf Münsters Straße um 30 Prozent angestiegen ist. 26 Menschen wurden schwer und 46 leicht verletzt. Mehr als die Hälfte der Verletzten waren mit dem Fahrrad unterwegs, sagte Polizeidirektor Werner Schümchen.


Am Freitag startete die münsterische Polizei darum erneut eine Schwerpunktaktion. Schümchen warb für ein partnerschaftliches Miteinander auf der Straße und bat, dass alle Fahrradfahrer einen Helm tragen. Wer außerdem aufs Rad steigt, so der Polizeidirektor, der sollte sich wie ein Profi im Straßenverkehr verhalten und sich an Regeln halten.

Eine mögliche Gefahr aber seien die für Senioren interessant gewordenen Pedelecs und E-Bikes, die unerwartet hohe Geschwindigkeiten erreichten, so die Polizei. Die Vertreter der Zweirad-Innung erklärten, dass rund 2000 E-Bikes auf Münsters Straßen unterwegs seien. Und ihre Zahl nehme weiter zu, sagte Obermeister Martin Dreyer.

In den kommenden 14 Tagen möchte Münsters Polizei also verstärkt die Geschwindigkeiten auf den Straßen der Stadt überwachen. Ein Schwerpunkt ist dabei unter anderem der Albersloher Weg in Gremmendorf. Radfahrer auf der Hammer Straße rücken ebenfalls in den Fokus der Polizei.

VON GABRIELE HILLMOTH, MÜNSTER


02 · 09 · 11





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