Mit Forschungsprojekten wie im Exzellenzcluster Religion und Politik, auch in der Ausbildung islamischer Religionslehrer empfiehlt sich die Universität Münster, ein besonders schwieriges, umstrittenes und hierzulande auch bislang wissenschaftlich kaum ausgeleuchtetes Feld zu betreten. Die Erfahrungen, etwa mit der Etablierung des Faches islamische Religionslehre, werfen ein Licht auf die prinzipiellen Schwierigkeiten, die das politische System der Bundesrepublik damit hat, die Muslime in Deutschland institutionell zu integrieren.
Bekanntlich riefen muslimische Verbände 2008 zum Boykott von Prof. Muhammad Kalisch auf, der zuvor durchaus mit ihrer Billigung die islamische Religionslehrer ausgebildet hatte. Seine Sichtweise des Islam war nicht mehr genehm. Jetzt sollen die im Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland vereinigten Verbände dem Personalvorschlag der Universität für die Besetzung einer Professur zustimmen, die nun diese Aufgabe übernehmen soll. Über den Stand der Verhandlungen im Innovationsministerium ist nur so viel bekannt, dass sie zum Semesterende hätten abgeschlossen werden sollen.






