Münster - Die Zahlen sind deutlich: Allein in NRW haben bereits 38 Prozent der neugeborenen Kinder eine Zuwanderungsgeschichte, rechnete NRW-Integrationsminister Armin Laschet vor. „Diese Kinder sind die Zukunft unseres Landes.“ Das, so laschet, habe man in der Politik erkannt.
Armin Laschet war am Donnerstagabend nach Münster gefahren, um im Internationalen Zentrum „Die Brücke“ seinen CDU-Parteifreund Ruprecht Polenz im Wahlkampf-Endspurt zu unterstützen. In seiner Rede skizzierte der Integrationsminister die Zuwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg und den Umgang der Politik mit diesem Thema. Hierbei kam er zu dem Schluss, dass die bis in die 90er Jahre anhaltende Abwehrhaltung des Landes gegenüber Migration und die fehlende Integrationsbemühungen dazu geführt hätten, dass „eine ganze Generation an Menschen und Potenzial“ verloren gegangen sei. „Schon als längst klar war, dass die einstigen Gastarbeiter nicht zurückkehren würden, wurden ihre Kinder in den Schulen in ihrer Muttersprache unterrichtet“, so Laschet.