Münster - Da läuft es dem einen oder anderen schon mal kalt den Rücken runter: Schlangen, Spinnen und anderes Getier lösen bei manchen Urängste aus - und auch die Vorurteile sind mannigfaltig: Schlangen sind glitschig und fies, Spinnen kratzig und absolut giftig.
Dass dem nicht so ist, davon konnte sich die Besucher in Brökers Speicher in der Speicherstadt überzeugen: Bei der Terrarienschau „Welt der Spinen“ hatten die Gäste die Möglichkeit, einmal auf Tuchfühlung mit Reptilien zu gehen - und so mancher überwand seine Angst und ließ die eigentlich ungiftige Vogelspinne über die Hand laufen.
„Der Biss einer Vogelspinne ist mit dem Stich einer Biene vergleichbar“, erklärte Organisator Alfons Hein. Also kein Grund zur Sorge. „Und auch Schlangen sind einfach glatt und trocken.“
Auch Moritz konnte nicht widerstehen und hielt das achtbeinige Tier auf der Hand. „Es ist ganz weich, und sie wollte meinen Arm hochkrabbeln“, so der kleine Tierforscher. Aber er habe schon einmal eine Spinne in der Kita auf dem Arm gehabt. „Die kam aber aus dem Wald.“
Das Ziel von Hein ist klar: „Wir wollen den Menschen die Angst vor den Tieren nehmen, die Tiere sind sehr faszinierend.“
Dabei konnten die Besucher nicht nur Schlangen und Spinnen bestaunen. Gleich 250 Tiere hatten die Aussteller mitgebracht. Darunter auch das eine oder andere Tier, das man sonst nur selten zu sehen bekommt: Beispielsweise die größte lebende Vogelspinne der Welt oder „Wandelnde Blätter“, eine Art Gespenstschrecke, die sich als Blatt tarnt und so ruhig verhält, dass man sie erst auf den zweiten Blick im Terrarium erkennt.
Die Ausstellung ist noch bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr zu besuchen.