Münster - Die Münsteraner sind sattelfest. Jörn Fisch und Klaus Benning sind sattelfester! 17500 Kilometer wollen die beiden Freunde für den guten Zweck auf der Leeze zurücklegen. Von der Domstadt bis Wladiwostok führt sie ihre Radreise für Kinder in Not. Start war am Samstag auf dem Prinzipalmarkt. Über zehn Monate sind die Krankenpfleger radelnd unterwegs.
Als Gepäck haben sie nur ein paar mager ausgestattete Satteltaschen dabei. „Zum Wechseln habe ich noch eine Hose, drei Paar Socken, feste Schuhe und Flip-Flops mit“, zählt Fischer den Inhalt der drei Taschen an der Leeze auf. Der 30-Jährige hofft auf gutes Wetter, schließlich reist er mit Benning zusammen hauptsächlich in den Frühlings- und Sommermonaten. Die Idee für die Tour hatten die Freunde mit Blick zur Hilfsorganisation „Aktion Kleiner Prinz“. Der Verein hatte in 2004 eine lebensrettende Operation für den afghanischen Jungen Ammanu ermöglicht, der unter einem schweren Herzfehler litt. Klaus Benning arbeitete zu der Zeit als Krankenpfleger in Afghanistan und konnte so den Kontakt zur „Aktion Kleiner Prinz“ herstellen, die dem Jungen die Operation am Universitätsklinikum Münster ermöglichte.