Münster im Papst-Fieber. Von wegen Weltjugendtag in Köln. In Christoph Güskens neuem Kriminalroman „Dr. Jekyll und Mr Voss“ treffen sich die „Katholischen Radfahrer“ in Münster zum Papst-Empfang. Der hält nicht auf dem Rhein, sondern auf dem Dortmund-Ems-Kanal Einzug in die Stadt und rollt freundlich winkend mit dem Papamobil über den Prinzipalmarkt Richtung Überwasserkirche. Dort soll der Heilige Vater eine wertvolle Statue einweihen, die Kardinal von Galen auf dem Fahrrad zeigt . . .
Güskens ständig abgebrannte Privatermittler Henk Voss verdient sich in dem katholischen Treiben mit einer mobilen Würstchenbude sein Geld. Während er Bratwürste mit ausgefallenen Namen wie „Blut und Wunden“ und „Benedetto-Burger“ verkauft, trifft er einen alten Klassenkameraden. Der leidet an akuter Gefühllosigkeit. Die rätselhafte Krankheit lässt den Knaben regelmäßig von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde werden, ohne sich daran erinnern zu können. Detektiv Voss stimmt schweren Herzens zu, den Aufpasser zu mimen und bereut dies schnell. Denn inmitten der Festlichkeiten geschieht ein Mord. Und sein Schutzbefohlener ist der Hauptverdächtige. Aber nicht nur sein alter Schulkumpel bereitet Voss Kopfzerbrechen. Der Terrorist „Jan van Leezen“ und die Kunstdiebe-Gruppe „Die Bundeskanzler“ treiben ebenfalls ihr Unwesen in der Domstadt.