Bunte Steppen der Mongolei


Die unendlichen Weiten mongolischer Steppen malt Tsend in pointillistischer Manier.
Die unendlichen Weiten mongolischer Steppen malt Tsend in pointillistischer Manier.


Münster - Gan-Erdene Tsend setzt die Ausstellungsreihe der Studierenden der Kunstakademie fort. Die Vernissage findet am heutigen Donnerstag um 18 Uhr im „Quartier 7“ in der Hoyastraße 7 (an der Kreuzkirche) statt.

Gan-Erdene Tsend wurde 1979 in Murun, Mongolei geboren, studierte von 1996 bis 2001 an der Hochschule für Bildende Kunst in Ulaabaatar (Mongolei) und seit 2003 in Münster. Tsend ist unverkennbar ein Meisterschüler der Klasse von Prof. Hermann-Josef Kuhna.


Die Ausstellung zeigt für Tsend typische Landschaftsdarstellungen, die ihren Ursprung im Eindruck der weiten Steppen seiner Heimat haben und wenig mit unserer herkömmlichen Vorstellung von Landschaftsmalerei verbindet. Es ist nicht nur das fremde Szenario, welches ungewohnt erscheint, in erster Linie ist es die, in mehrfacher Hinsicht, radikale Auseinandersetzung mit dem Motiv.

In den Bildern fehlen Lebewesen, nur in Ausnahmen gibt es Spuren. Selten erkennt man einmal einen Weg, der sich im Horizont verliert. Die Zeit scheint angehalten, das Motiv scheint sich über das Format hinaus auszudehnen. Tsend bedient sich dazu verschiedener formaler Mittel. Er verzichtet auf einen klassischen Bildaufbau mit klar zugeordneten Bildebenen, arbeitet bevorzugt mit unnatürlich hochgezogenen Horizonten und einem fast sterilen pointillistischen Farbauftrag, der sich gleichmäßig über das Bild legt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dies und das Nutzen der unterschiedlichen Raumwirkung von Farben lassen illusionistische Räume entstehen, die auf den ersten Blick klar definiert erscheinen, dem Auge beim Abtasten des Bildes aber keinen Halt bieten. In der Regel harmonieren die Farben untereinander, seltener bedient sich Gan-Erdene Tsend stärkerer Kontraste. Dies geschieht zunehmend in seinen neueren Arbeiten. Bei ihnen lässt er sich auch auf die hier vorgefunden, ereignis- und kontrastreicheren Landschaften ein und reagiert mit einem veränderten Pinselauftrag darauf - die Bilder werden bewegter.

» Die Ausstellung ist bis 14. Juni zu sehen.



04 · 06 · 09





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