Münster - Die Professur für islamische Religionspädagogik an der Universität Münster soll mit dem aus dem Libanon stammenden und in Österreich forschenden Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide besetzt werden. Dies berichtet die Online-Ausgabe der „Welt“. Khorchide soll nach dem Willen der Universität islamische Religionslehrer an staatlichen Schulen ausbilden.
Die Berufung ist aber abhängig vom Votum muslimischer Verbände. Brisant sind das Verfahren und die Personalie wegen der Vorgeschichte: Der zunächst auf die Stelle berufene Professor Muhammad Kalisch stieß mit seiner Islam-Interpretation bei den Muslim-Verbänden auf Widerspruch. Es folgte ein Boykottaufruf gegen den Studiengang, Kalisch selbst erreichten Morddrohungen. Er arbeitet weiter am münsterischen Centrum für religiöse Studien, ist aber nicht mehr in die Ausbildung der Religionslehrer einbezogen.