Freckenhorst - Ob Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler oder Propyläen Kunstgeschichte - am Freckenhorster Taufstein, einem Meisterwerk romanischer Bildhauerkunst, kommt wohl nichts und niemand vorbei. „In allen kunsthistorischen Epochendarstellungen der Romanik oder größerer Zusammenhänge hat das Werk einen wichtigen Platz“, weiß Dr. Ulrich Schäfer, Kunsthistoriker und Volkskundler aus Münster. „Der Taufstein ist ein hochberühmtes Kunstwerk.“
Gemeinsam mit Dechant Manfred Krampe hat Schäfer soeben einen um theologische Impulse ergänzten Kunstführer vorgelegt, der sich ausschließlich diesem steinernen Zeugnis des Glaubens widmet. Die kunsthistorische Bedeutung des Taufsteins, dessen Weihe-Inschrift die Fachwelt bis heute rätseln lässt, ob sich die Jahreszahl 1129 auf die Weihe der Kirche oder die des Steins bezieht, lässt sich auch an einer umfangreichen Auswahlbibliografie im Anhang des Heftchens ablesen, auf der Schäfer bestanden hat. Die Besucher, aber auch die Freckenhorster sollten schließlich um den Wert des kunsthistorischen Schatzes in der Stiftskirche wissen.