Ein Westfale sieht bunt

Farbenfrohe Stimmungseindrücke


Lisa Richter (Tschernobyl-Initiative), die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser, Ira Lenz, Marcus Lenz und Wilma Richter (Heimatverein), hier vor einem Bild des Künstlers, freuten sich über die große Besucherzahl auf der Vernissage „Ein Westfale sieht bunt“ im Bürgerhaus Freckenhorst.Foto: Kolb
Lisa Richter (Tschernobyl-Initiative), die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser, Ira Lenz, Marcus Lenz und Wilma Richter (Heimatverein), hier vor einem Bild des Künstlers, freuten sich über die große Besucherzahl auf der Vernissage „Ein Westfale sieht bunt“ im Bürgerhaus Freckenhorst.Foto: Kolb


Freckenhorst - Leuchtendes Orange, das in flammendes Rot übergeht, sattes Grün, das erdfarbene Flächen, an blautönigen Himmel grenzend, durchbricht - wer am Sonntagnachmittag das Bürgerhaus Freckenhorst betrat, sah sich schon beim ersten Blick in ferne Länder versetzt. „Afrika“ lautete das Thema, der im Erdgeschoss gezeigten Bilder, die Marcus Lenz in seiner ersten Einzelausstellung „Ein Westfale sieht bunt“ für drei Wochen zeigt.

Doch nicht nur afrikanischen Schönheiten und Jäger sind die Motive der insgesamt 29 ausgestellten Werke, auch das Freckenhorster Schloss, Schmetterlinge oder das Selbstbildnis „Schrei am Schreibtisch“ im Obergeschoss zeigen die vielfältigen Interessen des gebürtigen Ahleners, der seit einigen Jahren mit seiner Familie am Stiftsmarkt wohnt.


„Dieses Haus hat eine bunte Vergangenheit, und wir sind ein bunter Verein,“ nahm Paula Rose (Bürgerhaus Freckenhorst) bei ihrer Begrüßung der 35 Gäste Bezug auf das Ausstellungsmotto. Wilma Richter, Vorsitzende des Heimatvereins, lobte in ihrer Einführung die „wohlige Wärme“, die die bunten Bilder vermittelten. „Menschen sind Ihnen wichtig,“ so Richter weiter.

20 Prozent des Verkaufserlöses der mit Acryl gemalten Werke sollen der Freckenhorster Tschernobyl-Initiative zu Gute kommen. Familie Lenz wird außerdem als neue Gastfamilie im Sommer ein Kind für drei Wochen aufnehmen. Ein Engagement, für das sich Lisa Richter, die die ehrenamtliche Arbeit des Vereins vorstellte, bedankte. „Ihre bei zahlreichen Reisen gewonnenen Eindrücke spiegeln sich in ihren Bildern ebenso wider wie die Bedeutung ihrer westfälischen Heimat und ihres Lebensmottos: Das Leben ist wunderbar, es zu bemerken ist die höchste Freude und Ziel“, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser in ihrer Laudatio. „Wir Freckenhorster sind offen für Kunst, die anregt und der Fantasie Flügel verleiht.“

Als „vielseitig und ausdrucksstark“ empfanden Heinrich und Marianne Köppe sowie Egon und Angela de Vries die Werke, die sie sich interessiert ansahen. Kräftige, leuchtende Farben dominieren die Formgebung, deren detaillierte Ausarbeitung der Maler zu Gunsten einer zumeist flächigeren Darstellung hintenan stellt.

Mit oft schnellem Strich, expressionistisch angehaucht, widmet sich Lenz, der zahlreiche weitere Hobbys pflegt, in seinen gegenständlichen Werken momentanen, farbenfrohen Stimmungseindrücken.



07 · 02 · 12





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