Milte - Stinksauer auf die Stadt Warendorf sind die Feuerwehrleute in Milte. Das zeigte sich in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Baumängel am Feuerwehrhaus und fehlendes Ersatzfahrzeug führten zu einer gewissen Demotivation innerhalb des Löschzuges, bemerkte Zugführer Roland Danwerth in seiner Begrüßungsrede. Ablesen lasse sich das am Grad der Dienstbeteiligung sowie an den Ausrück- und Alarmzeiten. Sogar die Schutzzielvorgabe bei einem Brandeinsatz in Milte habe nicht eingehalten werden können. Die Blauröcke seien zwar schnell am Einsatzort gewesen, nicht aber mit der geforderten Personenstärke.
Seit einem Jahr beklagten die Milter Feuerwehrleute feuchte Wände am renovierten Gerätehaus. Bereits während der Bauphase sei die Verwaltung auf das Problem hingewiesen worden. Nach starken Regenfällen, etwa im Dezember, habe die Halle im Erdgeschoss „blank unter Wasser“ gestanden. Die „erheblichen Baumängel“ würden von der Verwaltung aber nicht abgestellt. Erst im November sei die Wehr über einen angeblichen Rechtsstreit zwischen Verwaltung und dem Architekten informiert worden.