Warendorf - Auch im Kreis Warendorf fallen viele Schulstunden aus und 30 Schüler pro Klasse oder Kurs sind keine Seltenheit. Hinzu kommt noch eine höhere Belastung der Lernenden durch das so genannte „Turbo-Abitur“ in acht anstelle von neun Jahren und ein regelrechter Benotungswahn, der sich in der Einführung der Kopfnoten zeigt - es gab also jede Menge zu bemängeln bei der jüngsten Sitzung der Bezirksschülervertretung (BSV) im Kreis Warendorf. Und sie geht noch weiter: Die BSV nimmt diese Entwicklung zum Anlass, sich an den bundesweiten Aktionen zum Bildungsstreik zu beteiligen. „Wir müssen den Verantwortlichen deutlich zeigen, dass wir die aktuelle Situation so nicht hinnehmen“, sagt Marian Husmann, stellvertretender Sprecher der BSV. „Daher fordern wir alle Schüler des Kreises auf, am 17. Juni in den Streik zu treten.“ Sie seien schließlich diejenigen, die Bildungspolitik unter Barbara Sommer ausbaden müssten, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Der Streik soll natürlich nicht als freier Tag missbraucht werden. Vielmehr sollen die Schüler selbst kreativ werden und ihrem Unmut durch konkrete politische Aktionen ordentlich Luft machen“, fügt Maxie-Marlene Machill, Pressesprecherin der BSV, hinzu.








