Telgte - Rund ums Rochus-Hospital gab es keinen freien Parkplatz mehr. Über 500 Menschen strömten am Dienstagabend zur Fachklinik vor den Toren der Stadt. Und es war im übertragenen Sinne sogar ein Krankenbesuch. Der „Patient“ heißt Johanneskirche. Für dieses Gebäude schien es seit den Beschlüssen von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat (Profanierung und Abriss) keine Rettung mehr zu geben. Dann hat sich Anfang des Jahres eine Initiative gebildet, die genau dieses doch noch erreichen will.
Die Mobilisierung hat jedenfalls funktioniert. Die Befürworter eines weiteren Fortbestehens der Kirche waren bei der Pfarrversammlung deutlich in der Mehrheit. „Die Wochen der Lähmung sind überwunden“, so Ludwig Rüter zu Beginn. Er forderte namens des Initiativkreises dazu auf, die Beschlüsse zu überdenken. Sparen um jeden Preis sei Ausdruck von Perspektivlosigkeit, so Rüter. Die passe nicht zur frohen Botschaft vom Reich Gottes.