Telgte - Einen rapiden Anstieg der Wildunfälle im Klatenberg hat Jagdpächter Ludger Hobeling beobachtet. Seit Mitte 2009 sei es auf der Westbeverner Straße zu 48 Unfällen gekommen, an denen Rehe beteiligt waren. Seiner Meinung nach der Grund dafür: Geocacher, die auf der Suche nach einem „Schatz“ nachts durch den Wald pirschen und dabei die Tiere aufschrecken.
Allein seit Januar 2010 sollen nachweislich 100 Gruppen zu mitternächtlicher Stunde an diesem Spiel teilgenommen haben. „Dadurch, dass die Cacher mit Stirnlampen und Pointer den Wald großflächig ausleuchten und auch dort durchlaufen, entwickelt das Rehwild Stresssituationen, sodass es in Panik gerät und über die Westbeverner Straße flüchtet“, so Hobeling. Die eigentlichen Unfälle ereigneten sich dann, wenn die Tiere wieder in ihre Reviere zurückkehren wollten. Das geschehe in den frühen Morgenstunden, wenn der Berufsverkehr eingesetzt habe.