Weiterführende Montessori-Schule in Sendenhorst

Schulgründung nimmt langsam Fahrt auf


Noch ist die Schule am Teigelkamp eine reguläre Hauptschule in städtischer Trägerschaft. Die Pläne für eine Montessori-Schule werden aber konkreter.Foto:
Noch ist die Schule am Teigelkamp eine reguläre Hauptschule in städtischer Trägerschaft. Die Pläne für eine Montessori-Schule werden aber konkreter.Foto:
(Josef Thesing)


Sendenhorst - Der Zug nimmt langsam Fahrt auf. Nach dem jüngsten Gespräch zwischen der Stadtverwaltung und Vertretern des Schulministeriums über die mögliche Gründung einer Sekundarschule als Ersatzschule nach der Pädagogik von Maria Montessori (die WN berichteten) werden nun Politik und Verwaltung verstärkt ins Rad greifen, um gemeinsam mit dem Initiativkreis Montessori-Pädagogik die Schule noch möglichst bis zum Schuljahresbeginn 2013/14 auf die Beine zu stellen.

In einer Sondersitzung des Schulausschusses am 29. Februar sollen grundlegende Fragen und organisatorische Abläufe geklärt werden. „Wir benötigen in dieser Sitzung die klare Aussage, dass die Politik geschlossen hinter diesem Projekt steht“, unterstrich Bürgermeister Berthold Streffing in der Sitzung des Schulausschusses am Dienstag sehr deutlich. Darüber hinaus werde Schulentwicklungsplaner Dr. Detlef Garbe in dieser Sondersitzung sein Konzept vorstellen, und es müsse über die Anmeldezahlen der Sendenhorster Schulen gesprochen werden, die bis dahin vorliegen. Streffing bedauerte, dass die Rechtsanwältin, die den Initiativkreis begleitet, an dieser Sitzung aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen könne, denn es gebe sicher auch noch viele rechtliche Fragen zu klären. Dennoch gebe es wichtige Dinge zu besprechen.


Sigrid Menke (BfA) merkte an, dass es dann auch an der Zeit sei, einen transparenten Zeitplan vorzustellen, damit der Antrag für die Genehmigung der Schule auch pünktlich zum 31. Oktober gestellt werden könne. Und Gerd Olde (CDU) erklärte, dass auch das pädagogische Konzept erstellt werden müsse.

Wer welche Aufgaben in diesem Prozess übernimmt, solle darüber hinaus in konkreter Absprache mit dem Initiativkreis festgelegt werden, brachte Christiane Seitz-Dahlkamp vor. „Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, mahnte sie an.

Lediglich Josef Lammerding (FDP) brachte sich mit gebremstem Schaum in die Diskussion ein. Es sei ja schön, dass alle so optimistisch an die Arbeit gingen. Doch für ihn und seine Fraktion werfe der aktuelle Stand so viele Fragen auf, dass er doch skeptisch sei, ob das alles rechtzeitig zum Schuljahr 2013/14 klappen könne. „Wir wollen gerne helfen, aber ob das alles so schnell geht, ist eher fraglich.“

Damit alles reibungslos funktionieren kann, ließ Bürgermeister Berthold Streffing anklingen, dass er schon bei der zeitlichen Planung und für die spätere Begleitung des Prozesses externe Hilfe in Anspruch nehmen möchte. 23 000 Euro seien im Haushaltsplan für 2012 verfügbar, etwa um das Projekt rechtlich betreuen zu lassen, verdeutlichte er auf Anfrage der BfA.

VON ANNETTE METZ, SENDENHORST


08 · 02 · 12





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