Große Sanierungsabsichten an der Realschule St. Martin

Jede Menge Geld verplant


Das Bistum ist der Auffassung, dass an der Realschule vieles saniert werden muss. Dazu gehört auch eine Überarbeitung der Fassade. Foto:
Das Bistum ist der Auffassung, dass an der Realschule vieles saniert werden muss. Dazu gehört auch eine Überarbeitung der Fassade. Foto:
(Josef Thesing)


Sendenhorst/Albersloh - Für die Stelle des Schulsozialarbeiters, der an den beiden Grundschulen in Sendenhorst und Albersloh arbeiten soll, gibt es 58 Bewerbungen. Das geht aus der Vorlage für die heutige Sitzung des Ausschusses für Schule und Soziales hervor, die um 18 Uhr in der Mensa der Realschule St. Martin beginnt. Das Auswahlverfahren werde derzeit durchgeführt. „Die Besetzung der Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorgesehen“, schreibt die Stadtverwaltung.

In der Realschule wird es am Dienstagabend auch um die Schule selbst gehen, insbesondere um vorgesehene Investitionen, an deren die Stadt vereinbarungsgemäß finanziell beteiligt ist. Die Politik wünscht sich diesbezüglich frühere und verlässlichere Informationen über die Vorhaben und deren Kosten. „Die Planungsansätze für die baulichen Maßnahmen in der Realschule haben in den letzten Jahren immer wieder zu Überraschungen beim Mittelbedarf geführt“, heißt es in einem Antrag der CDU zu den Haushaltsberatungen. Die SPD-Fraktion sieht das ähnlich. Deshalb sollten der Politik die Planungen nicht nur im Vorfeld präsentiert, sondern die Projekte nach deren Abschluss als „erledigt“ dargestellt werden. Die Verwaltung sagt zu, entsprechende Gespräche mit der Schulleitung führen zu wollen.


Aus einer Aufstellung des Bischöflichen Generalvikariats an die Stadt geht hervor, was in nächster Zeit an der Schule alles geplant ist. Unter der Rubrik „Finanzierung“ heißt es dabei stets „Stadt Sendenhorst/Bistum Münster“.

In diesem Jahr und in den darauf folgenden steht die Sanierung der WC-Anlage am Pausenhof an, für die Koosten in Höhe von 150 000 Euro veranschlagt sind. Im kommenden Jahr sollen 220 000 Euro für die Sanierung des Daches des Verwaltungsgebäudes ausgebenen werden. Hinzu kommen die Sanierung der Aula, insbesondere der Decke und der Beleuchtung sowie der Türen für 375 000 Euro. Zudem sollen PCB-haltige Fugen in Treppenhäusern und in der Aula ausgebessert werden. Veranschlagte Kosten: 55 000 Euro.

Das ist aber längst noch nicht alles: In den kommenden Jahren soll die Beleuchtung in der Klassenräumen gegen Energiespar-Leuchtkörper ausgetauscht werden. Die Holzvertäfelung an den Decken soll in diesem Zuge verschwinden. Kosten: 250 000 Euro.

Die Überarbeitung der Treppen und überdachten Gänge steht mit Kosten von 375 000 Euro ebenso auf der To-do-Liste wie die Sanierung der Toiletten an der so genannten Brücke.

Schließlich wartet laut Bistum noch ein ganz dicker Brocken darauf, abgearbeitet zu werden: Die Fassadensanierung mit dem Austausch der Holzfenster, die noch aus dem Baujahr der Schule stammen. Knapp vier Millionen Euro müssen die Stadt Sendenhorst und das Bistum laut Liste für dieses Projekt ausgeben.

VON JOSEF THESING, SENDENHORST


06 · 02 · 12





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