Drei Wochen auf der Müllhalde


Leben auf der Müllhalde - für verarmte Fischerfamilien auf den Philippinen ist das bittere Realität. Trotzdem ist ihr Leben nicht ohne Perspektive: Die Fischer haben auf den Müll eine Kirche gesetzt, in der sie Gottesdienste feiern. Im März nächsten Jahres werden auch Jugendliche aus dem Kreis Warendorf für drei Wochen dort leben und arbeiten.
Leben auf der Müllhalde - für verarmte Fischerfamilien auf den Philippinen ist das bittere Realität. Trotzdem ist ihr Leben nicht ohne Perspektive: Die Fischer haben auf den Müll eine Kirche gesetzt, in der sie Gottesdienste feiern. Im März nächsten Jahres werden auch Jugendliche aus dem Kreis Warendorf für drei Wochen dort leben und arbeiten.



Kreis Warendorf.
Alles begann mit einer Mail. Daniela Pieper aus Westkirchen las von einem Sozialprojekt auf den Philippinen und fing sofort Feuer. Mitte März geht die 25-Jährige jetzt auf die philippinische Insel Cebu. Um dort verarmten Fischerfamilien zu helfen.

Aus dem Kreis Warendorf sind weitere Mitglieder der katholischen Landjugend (KLJB) dabei: Rene Löckmann (Hoetmar) und Christoph Schulze Wettendorf (Alverskirchen) wollen ebenfalls mitanpacken beim Bau eines Ausbildungs- und Trainingszentrum für Jugendliche. Das Projekt auf der Insel Cebu ist eine Initiative des Vereins „Dialog hilft Kindern in der Einen Welt“, in dem engagierte Christen mitarbeiten.



Daniela Pieper aus Westkirchen will selbst erfahren, was es heißt, arm zu sein.
Daniela Pieper aus Westkirchen will selbst erfahren, was es heißt, arm zu sein.


„Ich will einfach hautnah dabei sein und sehen, wie andere Menschen leben“, erläutert Daniela Pieper ihre Motivation. Die Heilerziehungspflegerin, die in der Behindertenhilfe tätig ist, investierte ihren Urlaub für das Projekt. Ähnlich geht es den anderen KLJB-Mitgliedern aus der Diözese Münster. Sie nehmen regulären und unbezahlten Urlaub.


Auch er ist beim Sozialeinsatz auf den Philippinen dabei: Christoph Schulze Wettendorf aus Alverskirchen.
Auch er ist beim Sozialeinsatz auf den Philippinen dabei: Christoph Schulze Wettendorf aus Alverskirchen.


„Wir haben uns gesagt: Das schaffen wir. Wir machen uns auf den Weg, um etwas zu bewegen“, erzählt Daniela Pieper. Der Einsatz wird drei Wochen dauern. In dieser Zeit wollen die Jugendlichen zusammen mit den einheimischen Bewohnern das Ausbildungszentrum errichten. Außerdem begleiten die KLJB-Mitglieder Ärzte bei ihren Visiten auf die Müllhalden und helfen bei der Essensausgabe für die Straßenkinder.

Die Menschen auf der Insel Cebu leben vom Fischfang. Wegen der wachsenden Konkurrenz durch industrielle Fischfangflotten können immer mehr Fischerfamilien ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Viele Familien haben ihre Häuser auf Müllkippen errichtet oder leben ganz auf der Straße, Kinder schnüffeln Klebstoffe oder prostituieren sich, um überleben zu können - so die Auskunft des Vereins „Dialog hilft Kindern in der Einen Welt“.

Ohne eine handwerklich qualifizierte Ausbildung haben die Menschen dort kaum eine Chance, für ihr Leben Sorge zu tragen. Durch den Bau des Ausbildungs- und Trainingszentrums sollen die Jugendlichen nun eine Perspektive bekommen. Die Landjugendlichen bitten um Unterstützung. Jede Spende hilft. Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei der KLJB-Diözesanstelle Münster, 02 51/5 39 13 11 oder direkt bei Daniela Pieper per Mail: pieper.daniela@web.de

VON BEATE KOPMANN, WARENDORF


11 · 12 · 08





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
MÜNSTERLAND


© Ahlener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette