Zwei Fragen an: Karin Eksen vom Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland

Viele kleine Dörfer sind ohne Nahversorgung. Ist dieser Trend zu stoppen?

Eksen: Schwierig. Man muss ihm vor allem rechtzeitig begegnen. Oft rufen die Bürger erst dann nach Hilfe, wenn das Schild „Wir schließen“ vor der Tür hängt. Dem Händler nützt es aber nichts, wenn die Kunden bei ihm nur das Backpulver oder die Milch kaufen - aber den Großeinkauf sonst im Supermarkt machen. Wir brauchen ein anderes Einkaufsverhalten.


Welche Alternativen gibt es, wenn der letzte Markt vor Ort schon geschlossen hat?

Eksen: In einigen Orten sind Verkaufswagen unterwegs. Man könnte auch den stationären Handel beispielsweise auf zwei Tage die Woche beschränken. Im Rheinland setzen die ersten Supermärkte Busse ein, um die Kunden zu bestimmten Zeiten kostenlos abzuholen und nach dem Einkauf im Supermarkt auch wieder nach Hause zu bringen.



07 · 02 · 12



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