Hospizverein gibt Broschüre für trauernde Kinder heraus

Kinder im Ernstfall stärken


Die Koordinatoren und Autoren stellten mit der Vorsitzenden der Hospizbewegung Elke Sohst, Geschäftsführer Erich Lange und Kassierer Bernhard Erdbories die Broschüren „Stark machen - Hospizarbeit für Kinder“ vor.Foto:
Die Koordinatoren und Autoren stellten mit der Vorsitzenden der Hospizbewegung Elke Sohst, Geschäftsführer Erich Lange und Kassierer Bernhard Erdbories die Broschüren „Stark machen - Hospizarbeit für Kinder“ vor.Foto:
(Baldauf)


Kreis Warendorf - Kinder trauern anders als Erwachsene. Dem trägt die Hospizbewegung im Kreis Warendorf Rechnung: „Die Anfragen, wie mit trauernden Kindern umzugehen ist, häufen sich“, weiß Geschäftsführer Erich Lange. „Sie kommen nicht nur aus Familien, sondern auch aus Kindergärten und Schulen“, ergänzte Vorsitzende Elke Sohst.

Deswegen hat die Hospizbewegung reagiert und eine entsprechende Broschüre herausgegeben: „Kinder sollen, wann immer es geht, die Unterstützung, die sie brauchen, von ihren Bezugspersonen, den wichtigen Erwachsenen in ihrem Leben erfahren“, schreibt Till Quadflieg, Koordinator der Hospizbewegung im Kreis und einer der fünf Autoren der Broschüre mit dem Titel „Stark machen - Hospizarbeit für Kinder“.


Die 26-seitige Schrift soll mit ihren unterschiedlichen Beiträgen Antworten geben auf die oft gestellte Frage im Trauerfall: „Wie können wir das Thema Sterben mit Kindern bearbeiten?“ Die Initiatoren wollen den Familien, aber auch Erziehern und Lehrern grundlegende Anregungen an die Hand geben. „Hier ist jahrelange Erfahrung eingeflossen“, unterstrich Quadflieg.

Das Autorenteam sei sich darüber im Klaren gewesen, dass Trauerbegleitung eine gute Sache sei, es aber nicht um eine psychologische Therapie gehen könne. „Wir arbeiten mit Kindern so wenig wie möglich. Wir unterstützen und beraten die relevanten Erwachsenen“, zeigten die Autoren auf. Dies seien Eltern, Geschwister, Großeltern oder Onkel und Tanten.

Die konkrete Trauerarbeit richte sich nach den Bedürfnissen der Kinder und Familien, so Maren Werthschulte, Koordinatorin und Autorin. Christa Heckenkemper, ebenfalls Koordinatorin, ergänzte: „Das soziale Umfeld ist ganz wichtig.“ Außerdem hätten Kinder eine sehr feine Antenne und spürten sofort, wie die Stimmung in der Familie sei. So zeigen die Koordinatoren aus unterschiedlichen Perspektiven die Hospizarbeit für Kinder auf.

Die Broschüre ist in einer Auflage von 5000 Exemplaren erschienen und ist für eine Schutzgebühr von drei Euro erhältlich, erklärte der Kassierer der Hospizbewegung, Bernhard Erdbories. Sie liegt beim Hospiz St. Michael in Ahlen und bei den Ansprechpartnern in den Orten aus.



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