Kreis Warendorf - „Viele glauben einfach nicht, dass sie tatsächlich abgeschoben werden.“ Das ist die Erklärung von Ludger Meinersmann. Leiter des Ausländerbehörde beim Kreis. Er saß am Dienstag mit mehreren Mitgliedern des „Komitees für Zusammenarbeit der Syrisch Kurdischen Organisationen in Deutschland“ zusammen. Etwa 60 Kurden demonstrierten zuvor am Warendorfer Kreishaus gegen die Abschiebung von Kenjo Khalid. Vergeblich.
Der 32-Jährige aus Ahlen wird am 1. September abgeschoben. Bereits 2002 hatte er Asyl beantragt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte den Asylantrag abgelehnt. Es folgten zwei weitere Asylanträge, die erst gar nicht zugelassen wurden. Der 32-Jährige kann auch nicht vom Bleiberecht profitieren. Unter anderem, weil er wegen fünf Straftaten zu insgesamt 305 Tagessätzen verurteilt wurde.