Everswinkel - In der Gemeindeverwaltung wähnt man sich auf der sicheren Seite, will aber ganz auf Nummer Sicher gehen. Und deshalb wird die Mischgebietsplanung an der Münsterstraße noch einmal überarbeitet, geht noch einmal in die Offenlegung - es ist dann die dritte. Dies allein zeigt schon, dass die Bebauungsplanänderung „Gewerbegebiet Molkerei“, die dem Deutschen Milchkontor eine Potenzialfläche für ein weiteres Verwaltungsgebäude eröffnen soll, keine so leichte ist. Nachdem sich die in erster Line betroffene Familie Fögeling bei ihrer Einwendung gegen die Planung bereits anwaltlicher Hilfe bedient hatte (die WN berichteten), gehen Verwaltung und Politik die Sache noch sensibler an.
Die Gemeinde habe die Sache noch einmal überprüfen lassen und könne die Rügen bzw. beklagten Planungsmängel „größtenteils zurückweisen“, zeigte Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher im Planungsausschuss auf. Aber: „Wir sollten noch etwas nachbessern“, um dann mit einem geänderten Plan völlig rechtssicher und nicht angreifbar zu sein. Bürgermeister Ludger Banken wurde dann noch deutlicher: „All das, was der Anwalt vorgebracht hat, ist bis auf zwei Punkte widerlegt worden.“ Und dies seien einerseits die Erkenntnis, das Mischgebiet noch stärken zu müssen, andererseits die Tatsache, dass bei der Offenlegung ein Unterlagen-Ordner an einem Tag nicht mit den anderen Ordnern auf dem bereitgestellten Tisch gestanden, sondern sich im angrenzenden - öffentlich zugänglichen - Büro befunden habe. Mitunter geht es in solchen Fällen also auch um Kleinigkeiten. „Wir sind interessiert, eine einvernehmliche Lösung hinzubekommen“, betonte Banken. Die „Stärkung des Mischgebietes“ soll nun über eine Ausweitung des Änderungsbereiches erfolgen. Im Ergebnis wird das bebaute „Dreieck“ zwischen Münster- und Westerstraße noch mit einbezogen.