Everswinkel - Über drei Stunden wurde die Anklage gegen zwei 22-jährige Everswinkeler wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vor dem Warendorfer Amtsgericht verhandelt. Dennoch konnte trotz zahlreicher Zeugen kein Licht in den wirklichen Tathergang gebracht werden, so dass das Verfahren am Ende eingestellt wurde.
Den Angeklagten war von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen worden, am Abend des Karnevalssonntags 2011 gemeinsam einen 19-jährigen angehenden Physiotherapeuten aus Münster angegriffen und ihn mit Faustschlägen und Fußtritten dermaßen attackiert zu haben, dass der einen Zahn verlor. In der Verhandlung gaben beide Beschuldigten an, sich aufgrund eines hohen Alkoholisierungsgrades nicht mehr an die Tat zu erinnern. Beide erinnerten sich jedoch, dass es schon am Nachmittag eine verbale Auseinandersetzung mit jenem Münsteraner gegeben hatte. Der wiederum erinnerte sich nur daran, dass er vor der Festhalle am Abend „von der Seite einen rein bekommen habe“, dann zu Boden gegangen sei und mit Fußtritten in das Gesicht, den Bauch und die Rippen malträtiert wurde. Wer ihn da jedoch getreten hat, konnte er nicht mehr sagen.