Evangelische Frauenhilfe unterstützt Projekte

Everswinkel - Im Rahmen der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements wird die Evangelische Frauenhilfe am Freitag (2. Oktober) von 14 bis 18 Uhr auf dem Markt vertreten sein. Das besondere Anliegen gilt in diesem Jahr der Kampagne der Evangelischen Kirche von Westfalen gegen Kinderarmut, die unter dem Motto steht, „Lasst uns nicht hängen!“

„Die Evangelische Kirche von Westfalen sieht sich herausgefordert, die Kinderarmut in einem reichen Land als das zu benennen, was sie ist: ein Skandal. Deshalb diese Kampagne, denn Armut liegt nicht erst bei materieller Unterversorgung vor, sondern schon dann, wenn Menschen sich nicht mit ihren Fähigkeiten in das von allen geteilte Leben einbringen können“, heißt es in einer Presseinformation der Veranstalter.


Die Evangelische Frauenhilfe wird auf dem Wochenmarkt verpacktes Gebäck verkaufen und einen Kaffeeausschank mit fair gehandeltem Kaffee anbieten. Der Erlös dieser Aktion geht je zur Hälfte an die Initiative „Fonds für Familien in Not in Everswinkel“ und an die Kindersuppenküche in Gütersloh. Seit eineinhalb Jahren unterstützt die Frauenhilfe in unregelmäßigen Abständen diese Einrichtung und hat sich auch im April 2009 vor Ort informiert. In der Kindersuppenküche werde ausschließlich ehrenamtliche Arbeit geleistet und sie finanziere sich nur aus Spenden. „Es ist ein Ort, an dem jeder so angenommen wird, wie er ist, ohne belehrt, ermahnt oder beschimpft zu werden, ganz gleich welcher Nationalität und Religion. Toleranz, Respekt und Würde jedes Menschen stehen im Vordergrund.“

Die Frauenhilfe möchte weiterhin diese wichtigen Aufgaben unterstützen. Wie bereits vor zwei Jahren wird auch eine Bio-Vollmilch-Schokolade zum Verkauf angeboten. Alle Rohstoffe der Tafel sind aus ökologischem Anbau, und die Schokolade gibt es auch diesmal nur in einer limitierten Auflage.

„Hoffnung ist teilbar“, und so wird mit dem Kauf dieser Schokolade die Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel, „Nadeschda“, in Herford unterstützt. „Nadeschda“ heißt Hoffnung. „Junge Frauen in Osteuropa werden mit Versprechungen wie Arbeitsplätzen in der Gastronomie, im Haushalt oder als Au-Pair in den ,Goldenen Westen gelockt und landen dann häufig in der Prostitution“, heißt es weiter in der Pressemeldung. Allein in Ostwestfalen gebe es 200 polizeibekannte Clubs, Bordelle und Wohnungen. Die Beratungsstelle Nadeschda existiert seit 1997 und steht in der Trägerschaft des Landesverbandes der Evangelischen Frauenhilfe.



29 · 09 · 09





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